Regional / Dienstag, 20.August.2013

Wuppertal: "Asylbewerberzahl nicht besorgniserregend“

Eines kann man dem Samstags erscheinenden Wuppertaler Käseblättchen „Wuppertaler Rundschau“ (WuRu) in jedem Fall nachsagen: Sie hat das Potential jedem heimatverbundenen Wuppertaler das Wochenende zu versauen. Unter der Rubrik „Das aktuelle Interview“ findet man in der aktuellen Ausgabe der WuRu eine denkwürdige Befragung des Integrations-Ressortleiters Jürgen Lemmer vom sattsam bekannten Gutmenschen-Journalisten Stefan Seitz. Seitz hetzt des öfteren gegen alles, was nicht seinen offenbaren Gutmenschenidealen entspricht. So gab er nach dem missglückten Attentat auf den PRO-NRW Vorsitzenden einen unfassbaren  hämischen Kommentar ab, der unvernünftigen Zeitgenossen durchaus als Rechtfertigung für weitere Straftaten gegen PRO NRW Funktionäre dienen könnten.
In der aktuellen wachsweichen Befragung der Kategorie „Gutmensch interviewt Gutmensch“ offenbaren Integrationsleiter Lemmer und Seitz einmal mehr wessen Geistes Kind sie sind. So erfährt der geneigte Leser, dass es eine „Besonderheit“(!) für Wuppertal sei, dass fast alle Flüchtlinge aus Serbien und Mazedonien stammen und vom Volk der Roma seien, dass der Integrationsleiter „völliges Verständnis“ für die Asylanten habe, denn schließlich seien sie ja in der Heimat mindestens wirtschaftlichen Diskriminierungen ausgesetzt. Die Unterbringung der Flüchtlinge sei selbstverständlich kein Problem, die geradezu explodierenden Zahlen an Asylbewerbern und sogenannte „Roma-Häuser“ gäben keinen Grund zur Besorgnis, auch weil türkischsprachige Bulgaren in den türkischen Gemeinden gut zurecht kämen. Allein über die Kostenverteilung jammert der Integrationsleiter: So gäbe es viel zu wenig Gelder von Land und Bund.

Zeitgenossen, denen bei derlei gequirltem Gutmenschenirrsinn nicht übel wird, können hier das komplette Interview laden.

Der stellvertretende Wuppertaler PRO-NRW-Kreisvorsitzende Gerd Wöll spricht gewohnt Klartext:

“Im Jahr 2011 haben 241 Asylanten Asyl beantragt, 2012 waren es bereits 523. Dies entspricht sogar mehr als einer Verdoppelung. Der ganze Spaß kostet den Wuppertaler Steuerzahler ziemlich genau schlappe 15 Millionen Euro jährlich.  Ich brauche nicht extra zu betonen, wie die Wuppertaler aufgrund der katastrophalen Haushaltslage in den letzten Jahren durch Schließung von Sport-, Bildungs- und Kultureinrichtungen gelitten haben und was mit den jährlichen 15 Millionen Euro alles hätte erhalten bleiben können.

Die Art und Weise des Interviews ist geradezu lächerlich. Kritische Nachfragen bleiben fast völlig ausgespart, insbesondere die konkreten „zwischenmenschlichen Belastungen“, die nur allzu oft entstehen, wenn man diese neuen Nachbarn hat. Auch, dass 98 % der ins Land strömenden Asylbewerber letztlich Asylbetrüger sind. Aber was will man von den beiden offensichtlich linksverdrehten Gutmenschen schon erwarten?

Wenn Integrationsleiter Lemmer jammert, dass die Stadt fast ausschließlich für die Bewirtung der Asylanten aufkommt und sich mehr Gelder von Land und Bund wünscht, vergisst er natürlich zu erwähnen, dass in jedem Falle der Steuerzahler die Rechnung bezahlen darf.

Und wenn das mit den Asylanten doch alles kein Problem ist, dann sei den feinen Herren doch einfach anzuempfehlen, mehrere Asylanten als persönliche Gäste bei sich zu Hause aufzunehmen. So können sie auch die unvergleichlichen Vorteile des interkulturellen Zusammenlebens hautnah erleben.

Deshalb werden wir nach der nächsten Kommunalwahl mit unseren Abgeordneten auch schnell beantragen, dass das Amt des Integrationsleiters künftig fortschrittlicher ausgelebt wird. So könnte man sich im ersten Schritt das „Renzel-Konzept“ des Essener Sozialdezernten durchaus auch in Wuppertal vorstellen. Zudem soll ein Integrationsleiter unserer Auffassung nach, nicht zu integrierenden Personen und Asylbetrügern aktive Hilfestellung beim Verlassen unseres Landes geben. Das wäre eine moderne Politik für unsere Stadt!“