Landesweit / Mittwoch, 11.August.2010

„Wir wollen weder eine Einheitsschule, noch den Einheitsmenschen.“

Die neue NRW-Landesregierung will die Einheitsschule mit aller Macht durchsetzen. Mit viel Druck und guten Worten wird den Eltern das gemeinsame Lernen „empfohlen“. Wie halten es aber die bildungspolitischen Einebner selbst? Die Herrschaften Kraft und Co scheinen ihren eigenen Parolen nicht zu trauen und schicken ihre Kinder nicht auf die Gesamtschule, wie jetzt der freiheitliche Blog „eigentümlich frei“ berichtet.

„Soziale Verantwortung“ und „gemeinsames Lernen“ ist eine linke Leerformel. Unzählige Studien haben längst bewiesen, dass Kinder und Jugendliche viel effektiver und stressfreier in homogenen Lerngruppen zu guten Arbeitsergebnissen kommen. Wenn man alle Begabungen durcheinandermischt, hat dies in der Regel zur Folge, dass sich die Lerngruppe am schwächsten Glied orientiert – intellektuell Begabte und Lernschwache sind gleichermaßen frustriert. Die Bildungslandschaft wurde in den letzten Jahrzehnten nach linken „Reformideen“ eingeebnet. Diese Politik der linken Bildungsreformer trägt jetzt Früchte. Handwerksbetriebe klagen über mangelnde Schulkenntnisse, Universitäten müssen am Anfang des Studiums erstmal Grundkenntnisse nachholen, Ingenieure sollen bereits importiert werden. Das alles reicht aber nicht aus, um die bildungspolitischen Verwirrungen zu beenden. Nach der Forderung „Abitur für alle“ wollte man schon das Gymnasium zur Gesamtschule machen. Da dies nicht geklappt hat, will die neue rot-rot-grüne Landesregierung nun also neue Einheitsschulen gründen. Der Anteil soll in dieser Legislaturperiode auf 30 % anwachsen.

Die Verantwortlichen selbst vermeiden aber die Berührung mit sozial problematischen Gruppen, wie etwa den Migranten, die sich meist in den Gesamtschulen einfinden. Ministerpräsidentin Kraft schickt ihre eigenen Kinder auf ein Gymnasium, ebenso Daniela Schneckenburger. Sie war bis Juni dieses Jahres Grünen-Chefin im Land und selbst Gesamtschullehrerin. Unter den ersten zehn Plätzen der grünen Landesliste gibt es niemanden, der sein Kind auf eine Gesamtschule schickt. Die Vorstandssprecherin der Linkspartei, Katharina Schwabedissen schickt ihre Söhne gar auf eine Privatschule – hier ist der Migrantenanteil bekanntermaßen besonders klein.

pro-NRW-Vorsitzender Rechtsanwalt Markus Beisicht

Nach Ansicht des pro-NRW-Vorsitzenden Markus Beisicht zeigt dies die Doppelmoral der Altparteien:

„Pro NRW wird das Thema ‚Erhalt des gegliederten Schulwesens‘ zu einem zentralen Thema im Land machen. Wir wollen weder eine Einheitsschule, noch den Einheitsmenschen. Es zeigt sich auch bei diesem Thema. Das Land braucht Freiheit und die Möglichkeit für individuelle Entfaltung. Anders werden die Probleme von heute und erst recht nicht die von morgen zu lösen sein. Wir brauchen keine Einheitsschulen, unsere Kinder dürfen nicht weiter die Probanden linker Bildungsexperimente sein.“