Aktuelles / Mittwoch, 6.Juni.2012

"Wir leisten als engagierte Demokraten Widerstand gegen die Islamisierung!"

Interview mit dem PRO-KÖLN- und PRO-NRW-Vorsitzenden Rechtsanwalt Markus Beisicht zur geplanten Mahnwache gegen salafistische Hassprediger am 9. Juni in Köln:

„Herr Beisicht, am 09.06.2012 um 15.00 Uhr wird ein sogenannter islamischer Friedenskongress der Salafisten auf dem Barmer Platz in Köln-Deutz stattfinden. Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz soll sich in Alarmbereitschaft befinden und befürchtet erneut Gewalttaten salafistischer Extremisten. Sie werden dennoch ungeachtet aller Drohungen eine Mahnwache durchführen. Was bezwecken Sie mit dieser Demonstration?“

„Im Mai haben radikal-islamistische Salafisten in Bonn und Solingen mehrere Polizeibeamte, teilweise durch Messerstiche, schwer verletzt. Salafisten lehnen unsere westliche Demokratie grundsätzlich ab und sehen eine „islamische Ordnung“ mit islamischer Rechtsprechung (Scharia) als einzig legitime Staats- und Gesellschaftsform an. Diese Hassprediger wollen unser Grundgesetz letztendlich durch die Scharia ablösen und bekämpfen offensiv den Wertekanon des Grundgesetzes.

Als Demokraten dürfen wir nicht feige wegsehen, wenn diese Feinde der Freiheit ihre gefährlichen Botschaften verkünden. Als engagierte Demokraten werden wir am Samstag in Deutz friedlich für unser Grundgesetz und die Meinungsfreiheit demonstrieren und auch kundtun, dass islamistische Hassprediger uns nicht einschüchtern können.

Im Übrigen vertraue ich zu hundert Prozent unseren Polizeibehörden, dass diese auch angesichts der Erfahrungen von Solingen und Bonn diesmal verhindern werden, dass es zu weiteren salafistischen Gewalttaten kommt.“

„Pierre Vogel und andere salafistische Hassprediger haben sich für ihren öffentlichkeitswirksamen Auftritt ausgerechnet die Geburtsstätte der PRO-BEWEGUNG Köln ausgesucht. Sie haben darüberhinaus in diversen Internetforen erklären lassen, dass ihr Kampf gegen PRO NRW und andere Islamkritiker fortgesetzt werden wird. Offenbar suchen die Salafisten eine direkte Konfrontation mit Islamkritikern. Beeinträchtigen die Drohungen aus dem salafistischen Spektrum Ihre politische Arbeit?“

„Wir haben im zurückliegenden Landtagswahlkampf die Sollbruchstellen unserer Gesellschaft aufgezeigt. Islamistische Extremisten sind offenbar nicht bereit die Spielregeln einer pluralistischen Demokratie zu akzeptieren. Sie stehen mit den Grundrechten auf Meinungs- und Kunstfreiheit regelrecht auf Kriegsfuß.

Sie wollen letztendlich unsere Demokratie abwickeln und durch einen islamistischen Gottesstaat ersetzen.

Im Gegensatz zur politischen Klasse im Lande schauen wir nicht weg oder verniedlichen diesen latent gewaltbereiten Extremismus. Wir gehen am Samstag auf die Straße, um ein mutiges Zeichen gegen diese neue totalitäre Herausforderung zu setzen. Noch ist unser Grundgesetz nicht durch die Scharia ersetzt worden, noch können wir unsere Grundrechte wahrnehmen. Damit dies auch zukünftig so bleibt, gehen wir am Samstag auf die Straße!“

„Wie sieht denn Ihr Protest konkret aus?“

„Wir führen am Samstag ab 14.30 Uhr auf dem westlichen Gehweg der Deutz-Mülheimer-Straße, Ecke Barmer Straße eine Mahnwache durch.

Die Mahnwache ist unter dem Motto „Grundgesetz statt Scharia: Salafisten in die Schranken weisen“ angemeldet.