Aktuelles / Freitag, 1.März.2013

Weiterer namhafter Pirat wechselt zur PRO-Bewegung – ergänzt mit Video

Heute, am 1. März 2013, wurde Oliver Wesemann, ehemaliger Sprecher des Kreisverbandes Köln der Piratenpartei Deutschland, Mitglied der Bürgerbewegung PRO KÖLN e.V.

Mit dem 41jährigen Kaufmann und Trainer, vormals stellvertretender Sprecher der Krefelder Seidenstadtpiraten, Sprecher der Piratenpartei Köln und bis heute noch Mitglied im Bundespresseteam der Piratenpartei Deutschland, bekundet ein weiterer namhafter Pirat sein Bekenntnis zu bürgerlich vernünftiger Politik für die Menschen in Köln, statt den Streitereien der Freibeuter, die sich offensichtlich gerade im Selbstzerlegungsmodus befinden, weiter beizuwohnen.

Auf eine gute Zusammenarbeit: PRO-Generalsekretär Markus Wiener (l.) und der Ex-Piratensprecher Oliver Wesemann.

Wesemann dazu: „Ich bleibe weiter Pirat, werde jedoch alle politischen Aktivitäten für die Piratenpartei ab heute einstellen, weil es einfach keinen Sinn macht, sich in Endlosdiskussionen in einer von Linksideologen unterwanderten Partei selbst zu zerlegen, statt endlich einmal die Probleme, die den Bürgern unter den Nägeln brennen, anzugehen.“

Gerade die Kölner Piraten haben sich ja in den vergangenen Monaten durch extreme Streitereien hervor getan, in deren Verlauf der Landtagsabgeordnete Daniel Schwerd als Vorsitzender des Kölner Kreisverbandes zurückgetreten ist. „Die Piraten sind gerade hier in Köln nach meinem Dafürhalten keine Partei, sondern ein zerstrittener Freibeuterverein, der so sehr mit sich selbst beschäftigt ist, dass er die Politik für die Menschen völlig aus den Augen verloren hat”, so Wesemann weiter.

“Ich habe mir PRO KÖLN sehr genau angesehen, gerade unter dem Aspekt des Vorwurfes des Rechtsradikalismus, und gerade auf meine Fragen im Bezug auf Ausländer- und Zuwanderungspolitik habe ich nie eine Antwort erhalten, die auch nur annähernd etwas mit dem pauschalen Ausgrenzen von Menschen zu tun hat. Ich mag das vielfältige Köln, stehe jedoch auf dem Standpunkt, dass es ausländischen Mitbürgern kein Recht gibt, hier eigene Parallelgesellschaften zu entwickeln, die einem Miteinander gegenüber stehen. Die Probleme der Stadt und der heutigen Zeit können wir ohnehin nur gemeinsam lösen, dabei darf man aber nach meiner Meinung kein Gutmenschendenken an den Tag legen, das eine Gruppe der anderen vorzieht und damit Gräben erst aufwirft.

Wie kann man den Kölner Bürgern schlüssig erklären, dass sich Straßen und Schulen in desolatem Zustand befinden, weil für Reparaturen keine Mittel zur Verfügung stehen, aber für neue Asylbewerberheime für Menschen, von denen laut Statistik ohnehin nur ein recht geringer Anteil Asyl gewährt bekommt, Millionen ausgegeben werden?

Ich bin streng dafür, dass jedem politisch verfolgten Menschen schnell und unbürokratisch Asyl in Deutschland gewährt wird ohne jedes Wenn und Aber. Wenn allerdings das Asylrecht missbraucht wird, dann bin ich ausdrücklich dagegen, weil gerade diese Asylbetrüger den wirklich asylberechtigten Menschen Mittel und Ressourcen rauben. Damit muss Schluss sein und das muss man auch offen aussprechen können.“

Genauso muss laut Wesemann das generelle Ausgrenzen von PRO KÖLN ein Ende haben. „Man sollte die Probleme offen miteinander diskutieren. Gerade mit der Piratenpartei, die ja auch gerne ausgegrenzt wird, gibt es interessanterweise diverse Berührungspunkte, bei denen man gleiche Standpunkte teilt, sei es die Forderung nach mehr Bürgerbeteiligung, die Aufhebung von Fraktionszwängen, die Forderung nach Volksentscheiden oder das Bestreben gegen Lobbyismus vorzugehen und sachbezogene Entscheidungen zu fällen.“

„Wir von PRO KÖLN laden die Kölner Piraten herzlich ein, mit uns einmal in einen offenen Dialog einzutreten und gemeinsame Lösungen für die Menschen unserer Stadt zu entwickeln“, so der stv. PRO-KÖLN-Vorsitzende und PRO-NRW-Generalsekretär Markus Wiener zum Beitritt von Oliver Wesemann. „Mit Oliver Wesemann ist nicht der erste und ganz sicher auch nicht der letzte namhafte Pirat zur PRO-Bewegung gestoßen. Wir begrüßen diese Entwicklung, die sicher auch bei den Wählern ihren Niederschlag finden wird.“