Landesweit / Mittwoch, 8.September.2010

Warum beziehen Migranten häufiger Hartz-IV als Deutsche?

Nach einer aktuell vom Bundesarbeitsministerium veröffentlichten Studie, sind Migranten und ihre in der Bundesrepublik geborenen Nachkommen doppelt so häufig auf Sozialhilfe angewiesen, wie der Rest der Bevölkerung. So sind laut einer Pressemitteilung der Bundesregierung Menschen aus Zuwandererfamilien etwa mit einem doppelt so hohen Anteil von Hilfebedürftigkeit betroffen, wie Deutsche ohne Migrationshintergrund. Im Schnitt sind 40 % der Hartz-IV-Empfänger Migranten.

Laut der Bundesagentur für Arbeit haben 75 % der arbeitslosen Migranten keine fertige Berufsausbildung. Nur 18 % der unter 25-jährigen Migranten schließen die Realschule ab, bei Deutschen sind es 34 %. Ein Drittel der Migranten, die Hartz-IV bekommen, kann sich nur „schwer“ oder „sehr schwer“ auf Deutsch verständigen. Ein Drittel der männlichen Arbeitslosen mit Migrationshintergrund hat einen fragwürdigen Berufsabschluss aus dem Herkunftsland, der hier nicht anerkannt wird.

pro-NRW-Vorsitzender Rechtsanwalt Markus Beisicht

Hierzu erklärt der pro-NRW-Vorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht:

„Angesichts dieser Zahlen drängt sich der Verdacht auf, dass unser in Deutschland so angefeindetes Sozialsystem immer noch attraktiv genug ist, dass es eine massenhafte Einwanderung in die sozialen Netze auslöst. Im Übrigen gibt es einen engen Zusammenhang zwischen Bildung, Integration und guten Chancen auf dem bundesdeutschen Arbeitsmarkt. Deshalb ist es völlig inakzeptabel, dass gut 20 % der Ausländer den verpflichtenden Sprach- oder Integrationskurs abbrechen oder gar nicht erst antreten. Hier müssen die gesetzlichen Sanktionen endlich auch angewendet werden. Denn Migranten, die sich allen Integrationsbemühungen konsequent verweigern, haben ihr Aufenthaltsrecht in der Bundesrepublik verwirkt.“