Aktuelles / Mittwoch, 18.April.2012

Viersen: Das Opfer zum Täter machen?

Wie bereits gemeldet, wurde gestern vor dem Bahnhof in Viersen ein PRO-NRW-Wahlhelfer gezielt durch ein Auto von seiner Leiter „runtergefahren“. Der Plakatierer zog sich beim Sturz zum Glück nur leichte Verletzungen zu, die Leiter hatte danach allerdings nur noch Schrottwert. Ein zufällig vorbei kommendes Polizeifahrzeug hielt daraufhin den Autofahrer auf und nahm dessen Personalien auf. Die insgesamt zwei Wahlhelfer von PRO NRW können den Vorfall wie eben beschrieben bezeugen.

Und was machen heute die örtlichen Medien und die Polizeipressestelle bzw. die politische Abteilung der Polizeidirektion Mönchengladbach („Staatsschutz“) daraus? Es sei nichts von einem solchen Vorfall bekannt, PRO NRW habe das wohl erfunden, es werde sogar eine Strafanzeige gegen PRO NRW wegen „Vortäuschung einer Straftat“ geprüft!

Markus Wiener

„Für wie dumm halten bestimmte Medienvertreter und die Polizeiführung am Niederrhein eigentlich die PRO-NRW-Verantwortlichen und die interessierte Öffentlichkeit?“, frägt sich wohl nicht nur der PRO-NRW-Generalsekretär Markus Wiener. „Unsere Darstellung beruht auf glaubwürdigen Zeugenaussagen. Wir haben an unserer Berichterstattung nichts zurück zu nehmen. Eine intensive Überprüfung der ganzen Angelegenheit durch Presse, Polizei und Gerichte würden wir nicht nur begrüßen, sondern fordern dies sogar ausdrücklich! Schließlich geht es hier nicht um ein Kavaliersdelikt! Ein Autofahrer rammt gezielt eine Leiter, auf der gerade ein Wahlhelfer ein Plakat montiert! Dass damit schlimmste Verletzungen, ja sogar der Tod eines Menschen billigend in Kauf genommen werden, dürfte doch wohl klar sein!

Was wäre in Nordrhein-Westfalen wohl los, wenn es sich dabei um einen CDU- oder SPD-Plakatiertrupp und um eine ‚rechten Autofahrer‘ gehandelt hätte? Die Bundespolizei und die Polizei in Viersen fordern wir auf, unverzüglich noch einmal alle diensthabenden Beamten von gestern zu befragen und den Vorfall aufzuklären. Denn als rechtsstaatsgläubige Bürger gehen wir immer noch von einem internen Kommunikationsproblem bei der Polizei aus, und nicht um einen Fall von gezielter Vertuschung.“