Landesweit / Freitag, 13.August.2010

Viel Geld für wenig Information

Die Top-Gehälter der WDR-Spitze haben jetzt für politische Diskussionen gesorgt. Viel Geld für wenig Information – das ist die Einschätzung des pro-NRW-Vorsitzenden Markus Beisicht. Seiner Ansicht nach muss das gesamte Konzept des Öffentlich-Rechtlichen-Rundfunks überdacht werden.

Die Zahlen machen schwindlig. WDR-Intendantin Monika Piel erhält jährlich 308.000 Euro Gehalt – was sie verdient, ist eine andere Frage. Ihre Führungsmannschaft bedient sich ebenfalls ungeniert aus dem Gebührenhaushalt. Und damit die Journalisten des Staatsfunkes im Alter ebenfalls gut abgesichert sind, wurden bereits über 8 Millionen Euro Pensionsrücklagen gebildet. Hier wenigstens gilt die Formel des Ex-Arbeitsministers Norbert Blüm: Die Rente ist sicher.

Jährlich kassieren ARD und ZDF 7,23 Milliarden Euro. Das ist in etwa der Fehlbetrag aller deutschen Kommunen. Für das Geld bietet der WDR jedenfalls schon statistisch nicht viel. Fast die Hälfte der Sendezeit wird mit Wiederholungen totgeschlagen, zehn weitere Prozent werden von anderen Landesrundfunkanstalten übernommen. Im Rundfunk besteht das Programm noch nicht einmal zu einem Drittel aus redaktioneller Eigenleistung: Der Rest ist Werbung, Wiederholung oder Musik. Hinzu kommt nach Ansicht des pro-NRW-Vorsitzenden Markus Beisicht die schlechte und parteiliche Berichterstattung des WDR:

pro-NRW-Vorsitzender Rechtsanwalt Markus Beisicht

„Der WDR ist hauptsächlich von Parteiinteressen geleitet und käut das wieder, was von den Zentralen der Altparteien ausgegeben wird. In den Gesprächsrunden sitzen die immer gleichen Politiker. Eine islamkritische Berichterstattung findet erst gar nicht statt. Bei der Wahlberichterstattung der letzten Landtagswahl hat der WDR 100 000 pro-NRW-Wählerstimmen gänzlich unter den Tisch fallen lassen. Die Rundfunk- und Fernsehgebühren dieser Bürger kassiert man aber gerne ein.

Die überzogenen Gehälter und Pensionsrücklagen, die jetzt diskutiert werden, zeigen nur, dass sich Rundfunk und Fernsehen längst als eigener Kosmos empfinden, der Lichtjahre vom Bürger entfernt ist. Pro NRW fordert ein bürgernahes Fernsehen sowie Rundfunkprogramme, die die Lebenswirklichkeit der Menschen widerspiegeln. Dazu muss endlich eine plurale Berichterstattung erfolgen, in der auch rechte Meinungen nicht einfach ausgegrenzt werden. Die Macht der Altparteien muss zerschlagen werden. Eine Intendantin wie Monika Piel, die für ihren tendenziös geführten Sender mit so wenig Eigenleistung so viel Geld einsteckt, ist schamlos. Müsste sich eine solche Abzockerin dem Bürgervotum stellen, wäre die Frau sofort aus dem Geschäft.

Dieser Selbstbedienungsmentalität ist so bald wie möglich ein Riegel vorzuschieben. Mit den Altparteien, die von Frau Piel und ihren Untergebenen profitieren, wird dies nicht geschehen.“