Vetternwirtschaft in Opladen?
Aktuelles, Regional, Top-Themen / Montag, 19.Juni.2017

Vetternwirtschaft in Opladen?

(c) Fotolia / Stauke

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Der umtriebige und außerordentlich solvente Gemüsehändler und Investor Markus Pott von der Gruppierung Opladen Plus spielt sich in den Ratsgremien gerne als ausschließlich dem Gemeinwohl verpflichteter selbstloser Interessensvertreter von Opladen auf.

Eine positive Entwicklung von Opladen ist angeblich die konstanteHandlungsmaxime des Unternehmers. Doch neigt der Kommunalpolitiker Pott manchmal dazu, persönliche geschäftliche Interessen mit seinem kommunalpolitischen Engagement in unappetitliche Art und Weise zu verquicken. Und so vereinen sichgelegentlich in Opladen Lobbyismus und Vetternwirtschaft auf seltsame Weise.

Pott gilt als glühender Anhänger des für den Leverkusener Steuerzahler sehr teuren und überdimensionierten millionenschweren Prestigeobjekts Neue Bahnstadt Opladen. Jede auch noch so berechtigte Kritik an der geplanten Bebauung weist der Lobbyist Pott mit Schärfe zurück. Ausreichender Lärmschutz im Westteil der neuen Bahnstadt ist für ihn kein Thema. Dass die Bodenbeschaffenheit wegen diverser Giftstoffe auf dem Areal problematisch erscheint, ist für den Lobbyisten offensichtlich nicht relevant. Bei dem Projekt geht es gerade nicht um den Schutz der Menschen, sondern allein um einen maximalen Profit. Nun wird in Opladen kolportiert, dass der angeblich selbstlose Opladener Interessensvertreter Pott selbst Investor auf dem Areal sein soll. Dies dürfte die jahrelange Lobbyarbeit der Stadtteilpartei OpladenPlus für das überdimensionale millionenschwere Prestigeobjekt neue Bahnstadt erklären.

Schon in der Vergangenheit tat sich Pott schwer eigene Belange von seinem kommunalpolitischen Engagement zu trennen. So wollte er vor einigen Jahren gar das Opladen Freibad kostengünstig pachten.Auch setzt sich Pott vehement für eine Aufwertung bzw. eine Neugestaltung der Opladener Fußgängerzone ein. Dies geschieht nicht nur aus altruistischen Motiven: Pott ist dort Grundstückseigentümer und es ist ihm dank seiner Verbindung zur Politik auch gelungen einen Teil der Fußgängerzone zu erwerben. Kaum einer konnte glauben, dass dies in Leverkusen möglich sein kann.

Offensichtlich gilt in Opladen das Umgehen von Moral und Regeln als besonders pfiffig. Ein kommunalpolitisches Engagement wird auch dazu missverstanden, eigene ökonomische Interessen durchzusetzen. Man ist dann offensichtlich von seiner Sache so überzeugt und glaubt, die Ziele seien so hervorragend und gut, dass man sich über alles meint hinwegsetzen zu können. Die Regeln werden solange geknetet und gebogen, bis sie irgendwie passen. Die Bürger in Opladen sollten sich fragen, wen sie in der Kommunalpolitik künftig ihr Vertrauen schenken wollen.

PRO NRW hat bei der Vetternwirtschaft der Altparteien noch nie mitgemacht. Wir gelten deshalb als Außenseiter und als Schmuddelkinder der Leverkusener Kommunalpolitik. Vetternwirtschaft ist in Leverkusen nicht nur ein Wort, sondern hatbekanntlich Namen und Gesichter. Wir haben Ämterpatronage, Lobbykratie, Vetternwirtschaft und Filz in der Stadt immer wieder massiv kritisiert. Viel zu lange wurden die Geschicke in Leverkusen von den immer gleichen Parteien und Personen bestimmt. Verkrustete politische Strukturen sind die Ursache für diese Entwicklung. Die Folgen sind Vetternwirtschaft und Parteienfilz. Nichts ärgert die Lobbyisten der Altparteien und ihre Anhängseln mehr als eine Stimme für PRO NRW. Wir brauchen in Opladen keine Lobbyisten sondern Kommunalpolitiker, die primär Politik für die Interessen unserer Steuerzahler anstatt Politik für eigene Interessenbetreiben.

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