Aktuelles / Mittwoch, 23.Februar.2011

Verfassungsfeindliche Ideologie steht bald auf dem Lehrplan

Islamischer Religionsunterricht in Nordrhein-Westfalen ist bereits eine ausgemachte Sache. Das NRW-Schulministerium und der Koordinationsrat der Muslime (KRM) haben eine Einigung über einen bekenntnisorientierten Islamunterricht erzielt. Solange die islamischen Verbände nicht als Religionsgemeinschaft anerkannt seien, werde man mit einer Zwischenlösung leben müssen, so die Mitteilung, und einvernehmlich einen Koordinationsrat benennen.

Judith Wolter

Judith Wolter (Pro NRW) warnt vor den Folgen solcher Entscheidungen: „Wenn ein islamischer Verband wie die DITIB als Religionsgemeinschaft in Deutschland anerkannt wäre, dann würde gleichsam eine Abteilung des türkischen Staates unter dem Schutz der Religionsfreiheit stehen und wäre damit privilegierter als jede deutsche Partei oder staatliche Institution.

Über die Frage, wie die etwa 320.000 muslimischen Schüler in NRW überhaupt in Sachen Islam unterrichtet werden sollen, ist mir im Übrigen einiges unklar. Was soll da den Schülern unter deutschen Schuldächern überhaupt gelehrt werden. Korananweisungen etwa, nach denen sich Frauen Männern unterzuordnen haben und sich vor den Blicken der Männer zu verhüllen haben? Oder Korananweisungen, wonach Konvertiten und Ehebrecher getötet werden müssen?“

Wolter erinnerte an die Einschätzung der aus Ägypten stammenden Autorin Nahed Selim, die in einem Interview darauf hingewiesen hatte, dass der Koran für Gläubige Anordnungen zum Abschlachten von Ungläubigen enthalte. Man müsse sich fragen, ob die Personen extremistisch seien, die diese Texte hören und lesen müssten oder die heiligen Texte selbst. Vor diesem Hintergrund habe die Öffentlichkeit ein dringendes Interesse zu erfahren, so Wolter, was da zukünftig gelehrt werden würde:

„Wir möchten wissen, welche Teile des Korans hier im Islamunterricht vorkommen werden. Wir verlangen, dass islamkritische Bürger und liberale Muslime im Koordinationsrat dafür sorgen, dass die Inhalte eines möglichen Religionsunterrichtes nicht mit den Werten unseres Grundgesetzes kollidieren. Vor allem aber können wir es nicht hinnehmen, dass die türkische Religionsbehörde mit der DITIB hierzulande gleichsam Kirchenstatus bekommt und so dann die Inhalte eines Unterrichtes diktiert.“