Landesweit / Mittwoch, 1.September.2010

Umfallerpartei FDP

Die FDP hat sich den Titel der Umfallerpartei in Deutschland redlich verdient. Andreas Pinkwart, Chef der Liberalen in NRW, bestätigt jetzt wieder einmal diesen Ruf. Er, der dem mit Kommunisten paktierenden neuen Bündnis die kalte Schulter zeigen wollte, biedert sich nun erwartungsgemäß doch an. Ausgerechnet in Sachen Schulpolitik will Pinkwart für eine „Mehrheit der Vernunft“ sorgen. Und auch, wenn dies anders verkündet wird: Die FDP legt damit die Axt an das gegliederte Schulwesen.

Rot-rot-grün möchte aus ideologischen Gründen die Einheitsschule einführen, und die FDP hilft ihr nun dabei. Schulministerin Sylvia Löhrmann hat einen Plan, ihr ehrgeiziges Ziel zu erreichen. Mit der Zusammenlegung von Haupt-und Realschulen möchte man der Einheitsschule einen Schritt näher kommen. Andreas Pinkwart (FDP) begrüßt diesen Vorstoß und sieht sich politisch bestätigt. Die FDP fordert tatsächlich die „Regionale Mittelschule“.

Dass der FDP-Mann sich trotzdem als Bewahrer des Gymnasiums gibt, ist nach Meinung des pro-NRW-Vorsitzenden Markus Beisicht das übliche Ablenkungsmanöver der Altparteien:

pro-NRW-Vorsitzender Rechtsanwalt Markus Beisicht

„Mit der Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen wird das gegenwärtige Schulproblem nur verlagert. Die Hauptschulen sind unter anderem wegen der verfehlten Einwanderungspolitik zur Restschule geworden. Bildungsferne Kinder muslimischer Einwanderer ziehen den Leistungsschnitt hier immer mehr nach unten. Das neue Buch Thilo Sarrazins, das man nun endlich auch selbst lesen kann, bestätigt diese dramatische These. Mit der Zusammenlegung der beiden Schultypen löst man diesen Konflikt nicht, sondern infiziert die Realschule nur mit diesem bildungspolitischen Virus. Die Gymnasien werden damit noch überfüllter und verändern sich dadurch allmählich zu real-existierenden Einheitsschulen.

Die richtige Antwort auf diese Problematik, auch im Lichte der Erkenntnisse von Thilo Sarrazin, muss lauten: Beibehaltung des differenzierten Schulwesens. Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit der Hauptschulen, u.a. durch die Einführung von nach deutschen Sprachkenntissen getrennten Klassen. Bewahrung der traditionellen Realschule. Gezielte Förderung der Elite in den Gymnasien.

 Denn, wenn wir in den Schulen weiterhin durch die sozialistische Gleichmacherei die differenzierte Förderung unserer Kinder und unsere Eliten zerstören, werden wir die Folgen der katastrophalen Linkspolitik erst recht nicht aufarbeiten können. Die FDP hat sich mit diesen Vorschlägen wieder einmal als Steigbügelhalter linker Phantasten erwiesen. Freiheitlich ist an dieser Position nichts.“