Aktuelles / Montag, 3.Januar.2011

Torsten Lange: Wahrnehmungsstörungen bei der GdP

Wahrnehmungstäuschungen bergen bekannlich  in sich die Gefahr, dass sie Fakten ignorieren, die nicht in ihr Weltbild passen. Wieviel selbstverleugnendes Gutmenschentum muss jemand wie der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Bernhard Witthaut in sich tragen, der ernsthaft fordert, deutsche Schüler in Ballungräumen sollten türkisch lernen, damit Vorurteile abgebaut würden und Integration gelänge.

Torsten Lange, Ex-Bundestagsabgeordneter der Grünen und bildungspolitischer Sprecher der Bürgerbewegung pro NRW

Von Interesse wäre laut Torsten Lange (Pro NRW)  jedoch nicht dieser absurde Vorschlag an sich, sondern der politische Preis, der dafür zu zahlen ist:

„Werden die Forderungen türkischer Interessenverbände nicht erfüllt, folgt die Drohung mit dem Verlassen der Bundesrepublik!  Das wiederum hat, und solches weiß ein im innenpolitischen Konsens-Diskurs hierzulande voll informierter Herr Kolat (Chef der türkischen Gemeinde in Deutschland) sehr genau,das angstvolle Wegducken hilfloser Altparteien zur Konsequenz“, so der ehemalige grüne Bundestagsabgeordnete Lange wörtlich. 
„Es werden deshalb weitere irrwitzige Vorschläge anderer „Volksvertreter“ folgen. Wahrnehmungsgestörte Gutmenschen wie Herr Witthaut wären eigentlich zu bemitleiden, wenn sie nicht – vermutlich ungewollt – zunehmenden Unmut  schürten. Seit Sarrazin ist es offenkundig: Die politische Klasse ist hypernervös geworden. Sie hat das Gespür für die Stimmungslage verloren!“