Aktuelles / Dienstag, 28.Dezember.2010

Torsten Lange: CDU versinkt im schulpolitischen Sumpf

„Den Alptraum hat mancher vor Augen: Jemand  verirrt sich in sumpfigem Gelände, sinkt langsam immer tiefer und versucht instinktiv , sich durch heftiges Strampeln zu befreien mit der Folge, dass er noch tiefer absackt. So ähnlich ergeht es derzeit den schulpolitischen Umfallern in der NRW-CDU.“ Mit diesen deutlichen Worten kritisiert der bildungspolitische Sprecher der Bürgerbewegung pro NRW, Torsten Lange, die Schulpolitik der Union in Nordrhein-Westfalen. 

Torsten Lange, Ex-Bundestagsabgeordneter der Grünen und bildungspolitischer Sprecher der Bürgerbewegung pro NRW

„Verteidigten die CDU noch  im Mai während des  Landtagswahlkampfes massiv das differenzierte Schulwesen, kündigte Fraktionschef Laumann – offensichtlich von völlig neuen Erkenntnissen überrollt – bereits im Oktober an, die CDU  könne um des lieben Schulfriedens im Lande willen nicht auf dem bestehenden Schulsystem beharren“, so der Pädagoge und ehemalige grüne Bundestagsabgeordnete Lange weiter.

„Während die CDU im benachbarten Rheinland-Pfalz  Gedankenspiele betreibt, wie man den Erhalt des bewährten differenzierten Schulsystems in der Landesverfassung verankern könne, tritt sie in NRW im Kampf gegen die sozialistische Einheitsschule (Motto: Menschen sind nicht gleich, also machen wir sie gleich!) eine unsinnige Flucht nach vorne an:

Ihr neues 5 -Varianten-Angebots-Konzept: (Die CDU nennt es „Zwei-Säulen-Modell“!)

Hauptschule, aber nun mit dem Namen „Aufbauschule“!

Realschule

Realschule ,aber Fusion mit der Hauptschule („Aufbau-Realschule“) möglich!

Gymnasium

Gesamtschule

Kommt nun noch jene von Grün-Rot-Dunkelrot auf die Schiene gesetzte Einheitsschule  (avisiertes Ziel: 30%- Sekundarstufen-Abdeckung  binnen 5 Jahren)   hinzu, darf sich NRW auf einen bunten Flickenteppich von Schularten freuen und zwar so lange,  bis die CDU sich in nicht allzu ferner Zeit  den von links gesetzten „ Realiäten“ angepasst haben wird .

Pro NRW hält dagegen Kurs und fordert ein Ende dieses schulpolitischen Eiertanzes sowie eine Bestandsgarantie des bewährten dreigliedrigen Schulsystems  in der Landesverfassung von NRW!“