Aktuelles / Donnerstag, 1.Oktober.2015

Top-Salafist vor Haftantritt untergetaucht

Als „Abu Ibrahim“ ist der 31jährige Extremist Hasan K. bundesweit bekannt. Er gilt als einer der zentralen Repräsentanten der latent gewaltbereiten radikalen Salafisten in Deutschland.

Er war der Rädelsführer bei den gewalttätigen Salafisten-Krawallen gegen PRO NRW im Mai 2012. Wegen der Organisation einer gewalttätigen Demonstration im Mai 2012 in Solingen wurde der Extremist zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sieben Monaten verurteilt.

Kurz vor Haftantritt ist er nun untergetaucht. Verfassungsschutz, Staatsschutz und das zuständige Innenministerium tappen mal wieder im Dunkeln. Man ist nach wie vor hauptsächlich im Kampf gegen rechte Parteien bzw. dem Asylmissbrauch kritisch gegenüberstehenden Personen völlig ausgelastet.

Dabei ist es doch verständlich, dass salafistische Rädelsführer sich unter den Augen der Sicherheitsbehörden absetzen können. Statt im deutschen Gefängnis ist Hasan K. jetzt vermutlich als IS-Kämpfer in der Türkei, Syrien oder im Irak beschäftigt.

Am 01. Mai 2012 hatte der Extremist die Mitglieder der inzwischen verboten Vereinigung Milatu-Ibrahim zu einer Demonstration gegen PRO NRW aufgerufen. Als völlig friedliche PRO NRW-Mitglieder die sogenannten Mohammed-Karikaturen in Solingen zeigten, drehten die Extremisten völlig durch.

Sie warfen Steine, schlugen mit Äxten und Fahnenstangen auf Polizeibeamte ein und lieferten sich eine regelrechte Straßenschlacht mit der Polizei. Das Landgericht Wuppertal verurteilte Hasan K. dann als Drahtzieher der gewalttätigen Proteste zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sieben Monaten.

Er kam jedoch nicht in Untersuchungshaft, da man ihm, ganz politisch korrekt, keine Fluchtgefahr unterstellte. So konnte der gefährliche Extremist sich in aller Ruhe ins Ausland absetzen und nun kämpft er offensichtlich gemeinsam mit anderen Terroristen im Nahen Osten.

Wieder einmal zeigt sich, dass Staat und Justiz salafistische Extremisten lediglich mit Samthandschuhen anfassen und die von ihnen drohenden Gefahren nach wie vor verniedlichen.

Es ist nur eine Frage der Zeit, dann wird es auch in Deutschland zu terroristischen Anschlägen kommen, da unsere Sicherheitsbehörden offensichtlich in Bezug auf die salafistische Gefahr nach wie vor blind sind.

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