Streit um Essener Tafel: PRO NRW kritisiert „Nazi-Keule“!
Aktuelles, Landesweit, Regional, Top-Themen / Mittwoch, 28.Februar.2018

Streit um Essener Tafel: PRO NRW kritisiert „Nazi-Keule“!

Die Essener PRO NRW-Ratsgruppe fordert erneut eine tabufreie Debatte über das
Tafelverbot für Asylbewerber. „Diejenigen, die jetzt den Leiter der Essener Tafel Jörg
Sartor mit harschen Worten kritisieren, ignorieren noch immer die Situation in der
Stadt und drücken sich vor ehrlichen Antworten,“ erklärte die PRO NRW-Stadträtin
Christine Öllig.
PRO NRW fordert daher eine offene und tabufreie Debatte über den Zugang von
Asylsuchenden zu den Tafeln in der Bundesrepublik. Insbesondere sollte ernsthaft
darüber nachgedacht werden, Asylbewerber vom Kundenkreis der Tafeln
grundsätzlich auszuschließen. Hierfür gibt es sehr gute Gründe. Das
Asylbewerberleistungsgesetz regelt, welche Leistungen Asylbewerber beanspruchen
können. Bei Unterbringung in einer Erstaufnahmeeinrichtung ist die Versorgung
ausreichend durch Sachleistungen gesichert. Zudem können anerkannte
Asylbewerber ihre Lebenssituation durch eigene Bemühungen verbessern.
Unstreitig sind ein großer Teil der Tafelkunden alleinerziehende Mütter oder ältere
Menschen, an deren Lebenssituation sich in den meisten Fällen nichts mehr groß
ändern wird.

PRO NRW meint, dass die Situation bei der Lebensmittelausgabe in Essen zeigt,
dass die Integrationsfähigkeit unseres Landes eine Grenze hat. Wir solidarisieren
uns mit dem Leiter der Essener Tafel, Jörg Sartor, und finden dessen Sichtweise der
Dinge als absolut nachvollziehbar.

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