Aktuelles / Mittwoch, 7.November.2012

Stadtwerke Bochum weiter unter Druck

Die Stadtwerke Bochum geraten wegen ihrer Honorare von 25.000 € für Vorträge von etablierten Politikern und Promis immer stärker unter Beschuss. In der Veranstaltungsreihe traten seit 2008 auch Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker, Ex-Außenminister Joschka Fischer, Joachim Gauck, Hans-Dietrich Genscher, Peter Maffay und Uli Hoeneß auf. Lediglich Maffay und Hoeneß sollen ihre üppigen Honorare gespendet haben.

Zur Vetternwirtschaft in Bochum erklärt der PRO-NRW-Vorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht:

Markus Beisicht

Die politische Klasse im Lande verliert offenbar jedwedes Fingerspitzengefühl. Es ist absolut unanständig, dass für politische Kurzvorträge seitens der Stadtwerke Bochum sagenhafte 25.000 € gezahlt worden sind.

Da das Unternehmen überwiegend im Besitz der klammen Stadt Bochum ist und sich folglich dem Gemeindewohl eigentlich verpflichtet fühlen muss, muss es zeitnah zu Konsequenzen in der Geschäftsführung des Unternehmens kommen. Pikant ist, dass Politgrößen wie Joschka Fischer, Peer Steinbrück und auch unser Bundespräsident Joachim Gauck in der Vergangenheit dreist und hemmungslos bei den Bochumern Stadtwerken abkassiert haben.

Dies fördert sicherlich nicht die Glaubwürdigkeit der politischen Klasse. Wir halten das Verhalten von Steinbrück und Co. für unanständig und völlig unangemessen. Es ist wirklich an der Zeit, dass wir in Deutschland unsere Politiker austauschen.