Stadt Leverkusen zockt die Bürger mit den Müllgebühren regelrecht ab
Aktuelles, Regional, Top-Themen / Donnerstag, 23.Juni.2016

Stadt Leverkusen zockt die Bürger mit den Müllgebühren regelrecht ab

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Bild: Gabi Schoenemann/pixelio.de

Die Leverkusener Stadtverwaltung unter dem farblosen Oberbürgermeister Richrath (SPD) hat nun einen besonders traurigen Titel erkämpft: In einem Müllgebühren-Ranking unter deutschen Städten findet sich Leverkusen als die Stadt mit den mit Abstand teuersten Abfallgebühren wieder.

Der Eigentümerverband Haus und Grund Deutschland hatte die Studie beauftragt. In Flensburg ist demnach die Müllabfuhr am billigsten, in Leverkusen mit Abstand am teuersten. Zwischen der günstigsten und teuersten Stadt liegen Hunderte Euro im Jahr. So zahlen die Bürger in Flensburg 111,10 Euro und in Leverkusen für den gleichen zweiwöchigenTeilservice 481,60 Euro. Haus und Grund ließ die Entsorgungskosten für Restmüll, Biomüll, Sperrmüll und Altpapier vergleichen, die in einem Einfamilienhaus mit einer vierköpfigen Familie anfallen.

Offenbar funktioniert der Wettbewerb in der Müllbranche nicht mehr. So können die großen Preisunterschiede auch darauf zurückzuführen sein, dass in vielen Städten kommunale Monopolunternehmen den Müll zu überteuerten Konditionen abholen. Das Flensburger Beispiel zeigt jedoch, dass es sehr wohl möglich ist, durch Ausschreibung die Gebühren um bis zu 40 Prozent zu senken.

PRO NRW fordert von der Leverkusener Stadtverwaltung die Erarbeitung eines neuen Abfallentsorgungskonzepts nach dem Vorbild von Flensburg. Wieder einmal zeigt sich, dass in Leverkusen die Bürger bei den städtischen Gebühren weit überdurchschnittlich zur Kasse gebeten werden. Wer sich gegen die Abzocke durch SPD und CDU wehren will, der sollte PRO NRW stärken.

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