Stadt Essen verschleudert mal wieder Steuergelder!
Aktuelles, Landesweit, Regional, Top-Themen / Dienstag, 22.August.2017

Stadt Essen verschleudert mal wieder Steuergelder!

Die Stadt Essen plante – aus welchen Gründen auch immer – eine eigene
Bushaltestelle für das neue Schwimmbad am Thurmfeld. Als das Projekt teurer zu
werden drohte, nahm die Stadt zunächst Abstand von ihren Plänen. Jetzt kommt die
Haltestelle doch noch, denn die Stadt hat das Budget noch einmal klamm und
heimlich erhöht.
Dabei ist das neue Schwimmbad am Thurmfeld am Rande der Essener Innenstadt
schon heute gut mit Bus und U-Bahn zu erreichen. Größenwahnsinnig plante die
Stadt dennoch eine neue Haltestelle, die den Fußweg um wenige hundert Meter
verkürzt und durch die sie weniger Parkplätze ausweisen musste. 270.000 Euro
sollten die beiden eigentlich überflüssigen Haltestellen samt neu anzulegender
Fußgängerampel an der Bottroper-Straße kosten. Als die Angebote bei der Stadt
eingingen, lag das günstigste allerdings um fast 80.000 Euro höher als kalkuliert.
Weitere 30.000 Euro kamen für Ingenieur- und Kleinleistungen hinzu. Ingenieur- und
Kleinleistungen hatte die Stadt in ihrer ursprünglichen Planung nicht berücksichtigt,
so dass angesichts dieser Kostensteigerung die Stadt die Pläne für eine neue
Haltestelle zunächst auf Eis legte. Nun setzten die Mehrheitsfraktionen durch, dass
das Budget für die neue überflüssige Bushaltestelle gar auf 376.000 Euro erhöht
wird. Darin sollen nun alle Leistungen enthalten sein.
Der Essener Steuerzahler darf letztendlich die Zeche zahlen und erhält eine
Optimierung dergestalt, dass rund 300 Meter von der Bushaltestelle Universität
entfernt eine neue zusätzliche völlig überflüssige Bushaltestelle eingerichtet wird, die
Haltestelle „Thurmfeld“. 376.000 Euro kostet diese kurze Wegeersparnis. Wieder
einmal zeigt sich, dass die Altparteien mit dem ihnen anvertrauten Steuergeld in
Essen nicht ordnungsgemäß umgehen können oder wollen.

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