Widerstand gegen weitere Asylforderer: SPD Essen kneift vor Landes-SPD
Aktuelles, Regional, Top-Themen / Montag, 25.Januar.2016

Widerstand gegen weitere Asylforderer: SPD Essen kneift vor Landes-SPD

Seit Monaten wird in Nordrhein-Westfalen über die Verteilung von Asylbewerbern und den Asylmißbrauch öffentlich gestritten. Proteste gab es dabei häufig von PRO NRW, Pegida und anderen Gruppen. In Essen wollten nun pikanterweise auch SPD-Kommunalpolitiker auf die Straße gehen. Die Essener Ortsverbände Altenessen, Karnap und Vogelheim riefen zu einem Solidaritätslauf für den 26. Januar auf – unter dem Motto: „Genug ist genug – Integration hat Grenzen – der Norden ist voll“.

Die SPD-Ortsverbände beklagten völlig zu Recht, daß in Essen die meisten Asylbewerber im Norden der Stadt untergebracht werden: „Es kann nicht sein, daß mehr als 70 Prozent der neuen Flüchtlingsunterkünfte im Essener Norden errichtet werden sollen“, hieß es in einem entsprechenden SPD-Aufruf auf Facebook. „Mit dem Zuzug weiterer Migranten in die geplanten Massenunterkünfte, wären die Menschen vor Ort nicht mehr bereit und in der Lage, weitere Integrationsleistungen zu schultern.“ Der SPD-Kommunalpolitiker Stephan Duda plante sogar eine Sitzblockade. Er wollte den Stauder Kreisel blockieren und den Verkehr zum Erliegen bringen, um ein klares Signal zu setzen. Nachdem die Landes-SPD sich schärfstens von der SPD-Demonstration gegen die unfaire Verteilung der Asylbewerber distanziert hatte, knickten die Initiatoren ein und sagten kleinlaut ihre Protestveranstaltung wieder ab.

Hierzu erklärt die PRO NRW-Kreisvorsitzende von Essen, Ratsfrau Tina Öllig:

tina„PRO NRW wollte sich mit einer starken Delegation an der SPD-Demonstration beteiligen. Insbesondere gefiel uns das Motto der Kundgebung: „Genug ist genug, Integration hat Grenzen und der Norden ist voll.“ Ich hatte schon den Eindruck, daß die Genossen im Essener Norden nunmehr in ihrer verständlichen Not nunmehr originäre PRO NRW-Aussagen abkupferten. Insbesondere kann nicht hingenommen werden, daß hauptsächlich der bereits stark überfremdete Essener Norden mit seinen vielfältigen sozialen Problemen auch noch die überwiegende Anzahl der in Essen untergebrachten Asylbewerber aufnehmen soll. Im Essener Norden ist das Boot schon lange voll. Ein weiterer ungebremster Zuzug von Asylbewerbern wird zu einer weiteren unerträglichen Ghetto-Bildung und nicht unerheblichen sozialen Spannungen führen. Sollte Herr Duda sich in der SPD nicht mehr wohl fühlen, so gewähren wir ihm gerne bei PRO NRW Asyl.“

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