Aktuelles / Dienstag, 22.Februar.2011

Solingen: Trauer um prominentes Pro-NRW-Mitglied Günther Kissel

Der bekannte Solinger Bauunternehmer Günther Kissel ist am Wochenende im Alter von 94 Jahren im Kreise seiner Familie verstorben. „Unsere ganze Anteilnahme gilt den Angehörigen des Verstorbenen, der noch im hohen Alter im Jahr 2007 unserer Bürgerbewegung beigetreten ist und sie nach Kräften gefördert und unterstützt hat“,  so der Pro-NRW-Generalsekretär Markus Wiener nach Bekanntwerden der Todesnachricht.

Günther Kissel war überaus erfolgreich als Bauunternehmer und schuf nach dem 2. Weltkrieg eine leistungsfähige mittelständische Firma, die heute 130 Beschäftigten in der Region Solingen einen Arbeitsplatz bietet. Er wurde von den Gewerkschaften als sozialer Arbeitgeber respektiert und seine Unternehmer-Kollegen vertrauten ihm 27 Jahre als Obermeister der Solinger Innung. Im gesellschaftlichen Bereich hat sich Günther Kissel stets großzügig engagiert, wie auch die „Rheinische Post“ in Ihrem Nachruf festhält:

Günther Kissel war ein Mann mit vielen Facetten: Ein erfolgreicher Unternehmer. Ein Mann, der sein Herz für Senioren entdeckte, als er selbst noch keiner war. Ein Firmenchef, den die Mitarbeiter und die Konkurrenz achteten. Ein Solinger, der – um Spenden angefragt – nicht auf den Euro schaute.

Darüber hinaus war Günther Kissel ein Mann mit festen persönlichen und politischen Grundsätzen. Von ihm für richtig und notwendig Erkanntes warf er nicht einfach über Bord, nur weil es nicht mehr in den Zeitgeist passte. „So standhaft, wie Günther Kissel in der schweren Zeit des 2. Weltkrieges seine Pflicht als Offizier an der Ostfront erfüllte, so mutig engagierte er sich  später gegen alle Widerstände für die patriotische Opposition in Deutschland“, erinnert sich Markus Wiener an seine erste Begegnung mit Günther Kissel im Rahmen einer überparteilichen politischen Gesprächsrunde im Jahr 2007.

„Günther Kissel war auch damals noch mit fast 90 Jahren Neuem gegenüber aufgeschlossen und hoch interessiert an der politischen Entwicklung seiner Heimatstadt und des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Sein spontaner Entschluss, die Bürgerbewegung pro NRW mit seinem Eintritt und großzügigen Spenden zu unterstützen, war in dieser Gründungsphase von großer Bedeutung. Auch dafür werden wir das Andenken unseres Mitstreiters Günther Kissel stets in Ehren halten“, so Wiener weiter.

„Wir haben mit Günther Kissel einen Freund und Förderer der ersten Stunde verloren, die Stadt Solingen eine verantwortungsbewusste und soziale Unternehmerpersönlichkeit. Den schwersten Verlust hat aber seine Familie erlitten, der in diesen Tagen unsere aufrichtige Anteilnahme gilt.“