Regional / Montag, 3.November.2014

Solingen: Asyl-Romantik fordert Protestwelle heraus

Das Deutsche Jugendherbergswerk hat sich bereiterklärt, seine Immobilie in Gräfrath vorübergehend für rund 140 Asylbewerber zur Verfügung zu stellen. Dies nimmt der Solinger SPD-Unterbezirksvorsitzende und Landtagsabgeordnete Josef Neumann zum Anlass, Asyl-Romantik zu propagieren, statt den harten Realitäten ins Auge zu sehen. Über die Asylbewerber äußert er pauschal: „Diese Menschen sind nicht freiwillig nach Deutschland gekommen.“ Angesichts der sehr ungleichen Verteilung von Antragstellern auf Asyl in den Staaten der Europäischen Union muss jedoch tatsächlich von einer gezielten Einwanderungswelle nach Deutschland ausgegangen werden.

Doch Neumann geht noch weiter in seinen undifferenzierten Ausführungen über die künftigen Bewohner der Jugendherberge: „Diese Familien sind auf der Flucht vor Krieg, Mord und Misshandlung. Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, ihnen Hilfe zu gewähren!“ In Wirklichkeit kommen bei weitem nicht alle Asylbewerber aus Staaten, in denen Krieg und/oder Verfolgung stattfindet. Die extrem mageren Anerkennungsquoten von rund zwei Prozent aller Antragsteller im deutschen Asylwesen sprechen diesbezüglich Bände.

© Gemeinfrei (Urheber: Kapitän Nemo bei commons.wikimedia.org) Im beschaulichen Gräfrath soll die Jugendherberge demnächst als Großunterkunft für Asylbewerber fungieren

„Bei Josef Neumann gewinne ich leicht den Eindruck, er schaffe sich im Zuge politisch korrekter Gleichschaltung Traumwelten vom immerzu hilfsbedürftigen Asylbewerber, der von unserer hiesigen Sozialindustrie bemuttert werden müsse“,

kritisiert der stellvertretende Solinger PRO-NRW-Kreisvorsitzende aus Gräfrath, Jens Deubel, das Wirken des SPD-Manns.

„Dass gerade die linken Altparteien mit dem selbstbezogenen Wasserkopf der Sozialindustrie engstens verfilzt sind, steht auf einem anderen Blatt. Jemanden wie Neumann bewerte ich nicht anders als einen eiskalt berechnenden Lobbyisten aus der Wirtschaft, der um jeden Preis seine Konzerninteressen durchsetzen möchte.

In Bälde wird unsere freiheitliche Partei eine Kundgebung in Gräfrath veranstalten, um ein Zeichen zu setzten, unsere Bürgerschaft nicht länger mit vollendeten Tatsachen zu konfrontieren. Erst am 30. Oktober ist die geplante Umnutzung der Jugendherberge öffentlich geworden. Die Asylbewerber sollen nun Schlag auf Schlag einziehen. So geht es nicht! In diesem Kontext kann ich nur eindringlich die Positionierung unserer Bürgerbewegung PRO NRW wiederholen: Asyl für tatsächlich Verfolgte ja, Asylmissbrauch nein!“

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