Aktuelles / Donnerstag, 21.Juni.2012

Hagen: Schildbürgerstreich gegenüber den Bürgern

Es gibt in der nordrhein-westfälischen Kommunalpolitik Geschehnisse, die sind so absurd, dass man sie sich eigentlich gar nicht vorstellen kann.

Da beschließt der von den Altparteien beherrschte Hagener Stadtrat, dass an einem Gymnasium ein Zaun für knapp 15.000,00 € als Graffitischutz errichtet werden soll.

Leider wurde bei der Umsetzung des Projekts die Hauptaufgabe des Zauns –nämlich, das er zwei Bereiche voneinander abgrenzen soll – schlicht vergessen.

Errichtet wurde der Zaun vor dem Theodor-Heuss-Gymnasium im Oktober 2011. Damals war die Fassade des Gymnasiums saniert worden, die mit dem knapp 15.000,00 € teuren Zaun vor weiteren Graffiti-Schmierereien geschützt werden sollte.

In der Vergangenheit waren an der Schule auch häufig Vandalismusdelikte vorgekommen. Als dann im Oktober 2011 der 120 m lange und gut 2 m hohe Zaun dann stand, bemerkte man den Schildbürgerstreich. Er war einfach nur hässlich und sinnlos. Der Zaun war nämlich nur vor der Frontseite der Schule aufgestellt worden. Von allen anderen Seiten konnten ungebetene Besucher weiterhin mit Leichtigkeit an das Gebäude herankommen. Zudem wurde am oberen Ende des Zauns eine Lücke offen gelassen, durch die jedermann ungehindert spazieren konnte.

Die etablierte Kommunalpolitik hat sich mal wieder selbst übertroffen. Nach Darstellungen der Lokalpresse fand sich bis heute kein Verantwortlicher für diese Steuergeldverschwendung. Die Stadtverwaltung ließ lapidar erklären, der Zaun sei auf Veranlassung der Projektbeteiligten errichtet worden.

Schüler, Lehrer und Eltern am Theodor-Heuss-Gymnasium waren sich vollkommen einig: Der hässliche Zaun muss schnellstmöglich wieder weg. Und so wurde er auf Wunsch der neuen Schulleitung und des Hagener Schuldezernenten für mehr als 5.000,00 € wieder demontiert.

Der Schildbürgerstreich hat die Hagener Steuerzahler insgesamt 20.000,00 € gekostet. Die verbrauchten Politiker der Altparteien können offenbar mit den ihnen anvertrauten Geldern nicht ordnungsgemäß umgehen. Als sei es nicht schon traurig genug, dass so gedankenlos Steuergelder verschwendet werden, so setzt die etablierte Politik in Hagen dem Ganzen noch die Krone auf: Denn ein Verantwortlicher für den Skandal ist nicht ausfindig zu machen. Es ist wirklich an der Zeit, dass PRO NRW dem nächsten Hagener Stadtrat in Fraktionsstärke angehört. Schon jetzt leistet unser Hagener Stadtrat Wolfgang Schulz eine engagierte kommunale Arbeit und kämpft in den Gremien insbesondere gegen jede Art von Steuergeldverschwendung.