Aktuelles / Donnerstag, 23.August.2012

Salafistenkrawalle im Mai: Polizeiführung leistet Offenbarungseid

Die Polizei hat jetzt, mehr als drei Monate nach den schweren Islamistenunruhen in Bonn, schwerwiegende Fehler im Vorfeld des Polizeieinsatzes am 5. Mai eingeräumt. Es gab große Kommunikationspannen und viel zu wenig Polizisten – eine Analyse, die PRO NRW bereits unmittelbar nach den schweren Ausschreitungen und Messerattacken auf Polizisten öffentlich kundgetan hatte.

Am 5. Mai machte unsere „Freiheit statt Islam“-Tour Halt in der Bundesstadt Bonn. Gegenüber der „König-Fahd-Akademie“ demonstrierten wir gegen die Islamisierung von Deutschland und zeigten unter anderem auch die weltberühmten Mohammed-Karikaturen. Auf der Gegenseite befanden sich 600 gewaltbereite Salafisten. Schon vor dem Zeigen der Karikaturen kam es zu Ausschreitungen. Steine, Gulli-Deckel und alles was nicht fest war, wurde in die Richtung unserer Kundgebungsteilnehmer geschleudert.

Die Lage eskalierte so sehr, dass insgesamt 29 Polizisten verletzt worden, zwei darunter schwer. Ein aus Hessen stammender Islamist stach mit einem Messer gezielt auf die Oberschenkel der beiden Beamten ein. Zudem wurde die auf Grund eines polizeilichen Notstandes die Versammlung von uns aufgelöst. Grund war, dass auf die Polizisten geschossen wurde.

Nun räumte die Polizeiführung mit dreimonatigem Verzug ein, dass es zu wenig Kräfte vor Ort gab. Gerade einmal 300 Polizisten sollten 60 Kundgebungsteilnehmer von 600 Salafisten trennen. Zudem wurde das islamistische Gefahrenpotential als zu gering eingeschätzt. Ist es also überhaupt nur zu den Ausschreitungen und schwerverletzten Beamten gekommen, weil die Bonner Polizeiführung auf dem „islamistischen Auge“ blind war?

Generell war das Verhalten der Polizeiführung während dieser Kundgebungstour miserabel. Über 30 Verletzte Polizisten, 300 Festnahmen während der Tour, ein Polizeigewerkschaftsführer, der Verbote von friedlichen demonstrierenden Parteien fordert, ein Innenminister der sich vor Gericht als Feind der freien Meinungsäußerung enttarnt hat und völlig überforderte örtliche Polizeichefs wie in Unna oder Bonn. Statt sich nur zu entschuldigen, müssten diese Personen die Konsequenzen ziehen und endlich zurücktreten!