Aktuelles / Freitag, 22.Oktober.2010

Ruhrgebiet: Im Interview mit dem Pro-NRW-Bezirksvorsitzenden Kevin Hauer

Der Pro-NRW-Bezirksvorsitzende Kevin Hauer äußert sich zu den weiteren Plänen der Bürgerbewegung im Ruhrgebiet und zu den Aktivitäten seiner Stadtratsfraktion in Gelsenkirchen, die dieser Tage auch mit einem neuen Infoblatt und einer neuen Fraktionszeitung aufwartet:

Herr Hauer, wie sehen Sie die Entwicklung der Partei im Ruhrgebiet?

Mehr als positiv. Wir haben, wie die Gesamtpartei, im Ruhrgebiet von der Sarrazin Debatte profitiert, aber auch durch die eigene Arbeit vor Ort. So konnten wir die Strukturen in Gelsenkirchen, Duisburg und Recklinghausen weiter ausbauen und werden auch in Dortmund und Essen  bald voll kampagnenfähige Kreisverbände haben. Interessante neue Entwicklungen gibt es zudem in Herne und manch anderer Stadt.

Die Fraktionsarbeit in Gelsenkirchen ist hervorragend; die Fraktion ruht sich nicht auf dem Wahlerfolg aus, sondern versucht, wichtige und notwendige Impulse in der Kommunalpolitik unserer Stadt zu setzen.

Kevin Hauer, pro-NRW-Bezirksvorsitzender im Ruhrgebiet

Wie reagieren die Altparteien auf Ihre Arbeit?

Man versucht selbstverständlich, unsere Arbeit zu diskreditieren. Mittlerweile geben die Altparteien selbst zu, dass unsere Anträge gut sind, lehnen diese aber ab, weil sie von pro NRW stammen. Selbst der Oberbürgermeister war, ich nenne es mal „irritiert“, dass man über Anträge von pro NRW relativ lange debattieren könne.

Die Anträge der Fraktion sind vernünftig recherchiert und enthalten fundierte Informationen zum Sinn und Zweck des Antrages. Für die Ablehnung der Anträge werden in der Regel wirre Argumente vorgebracht, die nicht nachzuvollziehen sind.

Also werden Anträge, die dem Wohl des Bürgers dienen, nur deshalb abgelehnt, weil sie von Ihnen stammen?

Ja. Wir wollten beispielsweise einen Musterspeiseplan für Leistungsbezieher erstellen lassen, damit wir als Stadt eine kleine Hilfe, die vor allem kostengünstig gewesen wäre, zur Alltagsbewältigung zur Verfügung hätten stellen können. Ich stellte in der Ratsitzung fest, dass die SPD den Menschen also nicht helfen wollte. Ebenso wurde der Antrag zur Live-Übertragung der Ratsitzungen im Internet abgelehnt. Da fragt man sich doch: Was haben die Altparteien zu verbergen?

Wie reagieren die Medien auf Ihre Anträge und Aktionen?

Mit dem Anschein der größten Selbstverständlichkeit reagieren diese gar nicht! Anstatt auch neutral und überparteilich zu berichten, werden die Anträge und Aktionen der Fraktion pro NRW verschwiegen oder der Name wird falsch abgedruckt. So schrieb die WAZ beispielsweise, dass Pro Gelsenkirchen einen Antrag in den Rat eingebracht hätte. Dies ist falsch, da Pro Gelsenkirchen gar nicht im Rat der Stadt vertreten ist. Ebenso wurde bis dato nicht berichtet, dass die radikalen Salafisten auch in Gelsenkirchen ihr Unwesen treiben. Diese islamisch radikale Strömung „predigt“ auch in Gelsenkirchen. Dies verschweigt man den Bürgern.

Wie sehen Sie die politische Ausrichtung der WAZ?

Klar links, wenn nicht sogar ganz links. Anstatt unabhängig in Gelsenkirchen zu berichten, wird vor allem die linksradikale MLPD hofiert. Sobald die MLPD den „Wasserkran betätigt“, ist der WAZ dies ein Bericht wert. Wirkliche politische Inhalte kann man der MLPD nicht zusprechen. Dies erleben wir auch ständig in den Ratsitzungen, wenn der Vertreter der MLPD bzw. von AUF loslegt.

Wie wird es in Zukunft weitergehen?

Wir planen für den Bezirksverband Ruhrgebiet diverse Aktionen. So wird es in Herne eine Flugblattaktion geben, genauso wie in Bochum und Oberhausen.

Natürlich können wir nicht überall sein; aber wir arbeiten daran. So hat etwa die Stadtteilaktion in Gelsenkirchen sehr gute Resonanzen erzielt. Die Aufklärungsaktion in Recklinghausen hat auch sehr hohe Wellen geschlagen. Jeden Tag kommen Anrufe und E-Mails rein, die sich durchweg positiv zum Flugblatt äußern. Die Menschen fordern weitere Informationen über die Arbeit der Bürgerbewegung pro NRW an. Ich bin zuversichtlich, dass wir für die nächsten Wahlen im Ruhrgebiet sehr gut aufgestellt sein werden.

Wie gehen Sie mit Verleumdungen um?

Indem wir aktiv auf die Bürger zugehen. Die Bürger sollen sich selbst ein Bild von uns machen. Kürzlich hat ein Bürger den direkten Kontakt gesucht und nach dem Gespräch gemeint, dass ich ja ein ganz „normaler“ Mensch sei und er wurde spontan Mitglied bei uns. Und hier setzen wir an: Wir wollen uns nicht verstecken, sondern wollen direkt auf den Bürger zugehen, damit man uns kennen lernen kann. Das machen wir in Gelsenkirchen, Recklinghausen, Dortmund und in den anderen Teilen des Ruhrgebietes.