Regional / Donnerstag, 12.August.2010

Rhein-Erft-Kreis: „Pro NRW hat sich mittelfristig als politische Alternative in Bergheim verankert“

Obige Aussage stammt nicht etwa aus dem neuesten Mitteilungsblatt des Pro-NRW-Kreisverbandes, sondern aus der kürzlich veröffentlichten Landtagswahlanalyse der sogenannten „Kölner Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus“. Diese Einrichtung, die auf Steuerzahlerkosten hauptsächlich gegen die Pro-Bewegung hetzt, konnte nun nicht umhin, die beispiellose Erfolgsgeschichte der Bürgerbewegung pro NRW im Rhein-Erft-Kreis zu würdigen. Der dortige Kreisverband, der erst im Jahr 2008 gegründet wurde, hat sich inzwischen zum mitgliederstärksten Pro-NRW-Verband in einem Flächenkreis entwickelt und ist sowohl mit einer eigenen  Gruppe im Kreistag als auch einer dreiköpfigen Fraktion im Rat der Kreisstadt Bergheim vertreten.

Doch lassen wir an dieser Stelle einfach mal ungekürzt und unverändert die linksbewegte „Kölner Infostelle“ – verständlicher Weise recht zerknirscht – zu Wort kommen:

Rhein-Erft-Kreis

Der Rhein-Erft-Kreis muss nach der Kommunalwahl neben Köln zu einer Schwerpunktregion von pro NRW gezählt werden. Mit 6 % aller Stimmen gelang pro NRW in Bergheim ihr landesweit höchstes Ergebnis, in einzelnen Stadtteilen wie Quadrath-Ichendorf machten teilweise rund 15 % der Wahlberechtigten ihr Kreuz bei der rassistischen Partei. Bei der Landtagswahl konnte pro NRW ihr Ergebnis in Bergheim annähernd halten, in anderen Städten war die Partei 2009 nicht zu Stadtratswahlen angetreten. Die Vergleichbarkeit kreisweiter Ergebnisse von Kommunal- und Landtagswahl gestaltet sich aufgrund der völlig unterschiedlichen Wahlmöglichkeiten schwierig. Dennoch lässt sich festhalten, dass pro NRW kreisweit über ein mobilisierbares Wählerpotenzial von mindestens 2,5 % verfügt, welches sich allerdings vorwiegend aus Bergheimer Wählern zu speisen scheint. In der Kreisstadt entschieden sich erneut knapp 6 % der Wähler für pro NRW, während beispielsweise in Pulheim nur 1,5 % für die Partei stimmten. In den meisten anderen Städten des Kreises pendeln sich die Ergebnisse bei rund 2,5 % ein. Aus diesen Zahlen lassen sich einige Annahmen ziehen. Zum einen scheint es, als ob sich die „Bürgerbewegung“ zumindest mittelfristig in Bergheim als politische Alternative verankert habe. In Städten, in denen die Partei nicht im Stadtrat vertreten ist und auch keine aktive Basis besitzt, sacken die Wahlergebnisse deutlich ab. Das spricht dafür, dass lokalpolitische Aktivitäten durchaus ein Garant für die Etablierung einer gewissen Wählerbasis sind. Die Darstellung der Wahlergebnisse auf Kreisebene enthält leider keine genauen Angaben über das Ergebnis von pro NRW in den einzelnen Stadtteilen Bergheims. Da aber der Anteil der „Sonstigen“ vielfach über 20 % beträgt, kann weiterhin von hohen Ergebnissen für pro NRW in bestimmten Teilen der Stadt ausgegangen werden.“

Hierzu erklärt der Pro-NRW-Landesvize und Kreisvorsitzende Jürgen Hintz:

„Abgesehen von den üblichen Beschimpfungen als ‚Rassisten. etc.’ enthält diese Wahlanalyse bemerkenswerte Ergebnisse: Pro NRW ist sowohl im Kreis als auch in Bergheim angekommen und inzwischen fest verankert!

Die Bürger schätzen offenbar unsere konstruktive Oppositionsarbeit im Kreistag und Stadtrat von Bergheim. Pro NRW spricht das aus, was die normalen Menschen denken! Gleichzeitig sind wir aber auch keine Krawallbrüder, sondern pflegen einen kollegialen Arbeitsstil mit den anderen gewählten Volksvertretern, soweit diese auch die normalen parlamentarischen Gepflogenheiten beachten. 

Somit konnten seit unserem großen Kommunalwahlerfolg im Jahr 2009 viele Vorurteile gegen uns abgebaut werden und wir können uns in Bergheim und im Rhein-Erft-Kreis inzwischen auf Augenhöhe mit den Altparteien auseinandersetzen. In der Sache hart, im Ton verbindlich – so werden wir die Erfolgsgeschichte von Pro NRW im Rhein-Erft-Kreis auch in Zukunft fortschreiben!“