Aktuelles / Mittwoch, 21.März.2012

Remscheid/Solingen: Junge Union übt den Antifaschismus

Im Vorfeld der am kommenden Samstag in Remscheid und Solingen stattfindenden Doppeldemo, die in Remscheid um 11.00Uhr an der Ecke Bismarckstraße/Loborner Straße startet und um ab 14.00Uhr auf der Kasinostraße in Höhe der Kreuzung Hauptstraße in Solingen fortgesetzt wird, haben sich obskure Bündnisse gebildet. Daran, dass Laienorganisationen der Kirche und christliche Glaubensgemeinschaften offensichtlich gerne gemeinsame Sache mit Antifaschisten und gewaltbereiten Linksextremisten machen, hat man sich schon fast gewöhnt.

Nun hat sich auch die Junge Union Remscheid überlegt, hier nicht zurückstehen zu wollen. Offenbar ist ihr ihre Mutterpartei im antifaschistischen Kampf gegen Demokratie und Meinungsfreiheit zu nachlässig. Die Remscheider Jungunionisten, die einem Konrad Adenauer die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätten, haben deshalb gemeinsam mit dem fragwürdigen Bündnis „Remscheid tolerant“ ein Video produziert, in dem sie ihrer unbändigen Angst vor dem Unterschied Ausdruck verleihen und sich in Gleichstellungsphantastereien ergehen.

Weil die Information über eine Beteiligung der Jungen Union Remscheid an diesem Video erst zum Schluss eingeblendet wird, glaubt der Zuschauer zunächst, ein Video linker Herkunft zu sehen. Aber damit nicht genug. Weil das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit für die Jungspunde der CDU offensichtlich ebenso ein Fremdwort ist, wie für die gewaltbereiten Linksextremisten, wollen sie sich mit einem eigenen Infostand an der Gegendemo des Remscheider Toleranz-Bündnisses beteiligen.

Udo Schäfer, PRO-NRW-Bezirksvorsitzender und Kreistagsabgeordneter

So viel Nähe zum Antifaschismus hätte er der Jungen Union nie zugetraut, kommentiert der Bergische PRO-NRW-Bezirksvorsitzende Udo Schäfer, die antidemokratischen Umtriebe der Jungunionisten. „Eigentlich war die Junge Union immer deutlich konservativer als ihre sich bis zur Unkenntlichkeit entkernende Mutterpartei CDU. Der Linksruck der einstigen Partei des Wirtschaftswunders geht ihrem Remscheider Nachwuchs wohl nicht weit genug und das empfinde ich als sehr traurig. Schließlich sollten Demokraten, für die sich die jungen politischen Aktivisten gerne halten, eigentlich wissen, wie viel Leid durch linke Ideologien auf deutschem Boden unter wechselnden Fahnen angerichtet worden ist. Umso mehr freue ich mich, dass junge Menschen gerade in unserer Partei für demokratische Werte Flagge zeigen wollen. Das werden wird auch am kommenden Samstag bei der Doppeldemo in Remscheid und Solingen unter Beweis stellen.“, so Udo Schäfer wörtlich.