Aktuelles / Freitag, 1.März.2013

Remscheid: Liebe, Geld und Sonnenschein

Welcher Bürger mag bei dieser Überschrift nicht an die schönen Dinge des Lebens denken ? An die Liebe des Lebens, an das erste verdiente Geld und -gerade nach der furchtbar tristen Jahreszeit – an die ersten wärmenden Sonnenstrahlen, die uns hoffentlich bald beglücken werden.

Den Remscheider Bürgern hingegen mag genau bei dieser Begriffsmelange momentan speiübel werden: Wie der Westdeutsche Rundfunk in seiner Lokalzeit nämlich berichtete, soll sich in Punkto Klüngels derzeit etwas anbahnen, was selbst hartgesottenen Mitstreitern die Sprache verschlagen dürfte. Dem Bericht zufolge soll dem Verwaltungsmitarbeiter Hans-Gerd Sonnenschein nach dessen Versetzung in den Ruhestand am 31.3.2013 ein mit 200.000 € dotierter, sogenannter „Beratervertrag“ angeboten werden.

So soll Sonnenschein sich auch nach altersbedingtem Ausscheiden weiterhin um die Ansiedlung des Designer-Outlet-Centers (DOC) „kümmern“. Was dieses „Kümmern“, außer dem Kontakthalten mit Investor Mc Arthur Glenn beinhaltet, bleibt jedoch im Ungefähren.

Äußerst pikant und anrüchig dabei: Sonnenschein ist der langjährige Lebensgefährte von Remscheids Oberbürgermeisterin Beate Wilding (SPD), die ihren Liebsten offenbar regelrecht in diesen Beratervertrag klüngeln möchte. Ein unglaublicher Vorgang, der einmal mehr zeigt, wie sehr sich manche Kommunalpolitiker ihre Stadt und dessen steuerzahlende Bürger regelrecht zur Beute gemacht haben.

André Hüsgen

Remscheids PRO NRW-Kreisvorsitzender Andre Hüsgen merkt entsetzt hierzu an:

„Was der Wilding ihr Sonnenschein, ist dem Bürger sein zu zahlendes Steuerlein. Aber es ist doch herrlich einfach: Wir gründen einfach ein Konkubinat und schanzen unseren Liebhabern einfach ‚Beraterverträge‘ und ähnliches zu. Dazu passt übrigens auch, daß Oberbürgermeisterin Wilding ja zuletzt noch beim ‚Tanzen gegen PRO NRW‘ mitgemacht hat.

‚War es gar ein Balztanz?‘ ist man versucht zu fragen? Egal, der Steuermichel wirds schon richten und stellt sich die Frage, wie viele Jahre er selbst für 200.000 € arbeiten müsste. Und alle, die keinen Bock mehr auf Überfremdung und Selbstbedienungsmentalität der Remscheider Politkarikaturen haben, können nächstes Jahr ja PRO NRW wählen.“