Aktuelles / Mittwoch, 4.Juli.2012

Remscheid: Angst vor PRO NRW in den Rathausfluren wächst

Während sich beim geneigten Leser angesichts der letzten Blamage der Remscheider SPD um den angeblich mit rechten Parolen übersäten Schaukasten in Lüttringhausen noch so etwas wie völlige Heiterkeit breit machte, wird angesichts der anonymen Zuschrift eines Beamten aus der Remscheider Stadtverwaltung (s.u.), doch langsam klar, daß offenbar eine Kampagne Remscheider Spitzenpolitiker im unseligen Verbund mit den Medien Vater des Gedankens sein könnte.

So spricht der Verfasser der Zeilen sehr offen darüber , wie das PRO NRW Landtagswahlergebnis von über 4% im  Remscheider Rathaus „angekommen“ sei.  So herrschten demnach dort „Entsetzen und Haßtiraden, die jedem politischen Anstand und staatsbürgerlicher Contenance Andersdenkenden gegenüber Hohn sprachen…ein Erfolg bei der nächsten Kommunalwahl der rechtsgerichteten Partei Pro NRW solle mit allen (!) Mitteln verhindert werden“  und weiter „Daß die moralische Hyperventilation der selbsternannten  Guten  und Gerechten sich in kriminelle Energie zu wandeln scheint, macht mir als ansonsten parteipolitisch abholdem Bürger derart Sorgen, daß ich mich auf diesem Wege an Sie wende… „.

Da der Verfasser der Zuschrift den Anfangsverdacht von Straftaten augenscheinlich erfüllt sieht, wurde eine Durchschrift zugleich an die Staatsanwaltschaft gesandt.

André Hüsgen

Der Remscheider PRO-NRW-Kreisvorsitzende Andre Hüsgen erklärt hierzu:

„Zunächst einmal möchte ich mich sehr herzlich bei dem Remscheider Beamten für seine sehr lesenswerten Zeilen bedanken und ich verstehe seine Befürchtungen sehr gut, daß eine Offenlegung seiner Person das Ende seiner Karriere nach sich ziehen könnte.  Auch mir, als ehemaligen Angestellten des öffentlichen Dienstes, ist schon aufgrund meines politischen Engagements Negatives widerfahren.

In diesem Kontext gewinnt aber die Posse um den angeblich mit rechten Parolen beschmierten Schaukasten  eine neue Bedeutung.  Ist das etwa die Art der Mittel, die gewählt werden soll, um einen Erfolg von PRO NRW zu verhindern ?  Tarnen, tricksen und täuschen im Stile niederträchtigster Propaganda ? Da kann man gespannt sein, was denn da noch kommen mag ! Dieser Schuss ging auf jeden Fall schon mal mächtig nach hinten los und man darf gespannt sein, ob sich noch weitere Verwaltungsmitarbeiter dazu entschließen, diesem Treiben nicht mehr widerstandslos zuzustimmen. Sie alle lade ich herzlich ein, mir weitere Informationen über das Gebaren der Remscheider Stadtspitze  zuzuleiten.“

Die stellvertretende Kreisvorsitzende Tanja Bösebeck ergänzt

„Anstatt sich ausnahmsweise mal die Sorgen und Nöte der in manchen Stadtteilen von völliger Überfremdung bedrohten Bürgern anzunehmen, scheint oberste Prämisse die Vereitelung eines Wahlerfolges von PRO NRW zu sein.  Sie werden aber mit all ihren Hass- und Hetzkampagen jämmerlich scheitern!“