Aktuelles / Dienstag, 22.Mai.2012

Rechtfertigt die WAZ-Gruppe Salafistengewalt?

Als einen neuen Tiefpunkt der medialen Berichterstattung bewertete der PRO-NRW-Vorsitzende, Markus Beisicht, den jüngsten Kommentar der WAZ-Mediengruppe „Die Saat der Provokation“. Darin wurden die Morddrohungen gegen PRO-NRW-Mitglieder als aufgegangene Saat einer Provokation der freiheitlichen Partei bezeichnet. Die Präsentation der Mohammed-Karikaturen sei ein „perfides Mittel“ gewesen, um Gewalt zu erzeugen. Dass die Gerichte zugunsten der freien Meinungsäußerung entschieden hätten, sei ein schwerer Fehler gewesen. Die WAZ müsse dann, so Beisicht, konsequenterweise ab sofort auf jede Karikatur verzichten: „Jede Karikatur ist eine Provokation von Personen oder Gruppen. Wenn eine solche Provokation perfide ist, dann frage ich mich, warum man in der WAZ überhaupt noch Karikaturen findet? Oder gilt bei der Mediengruppe nicht der Gleichheitsgrundsatz?“

Im Übrigen blende die WAZ aus, dass auch Journalisten ins Fadenkreuz der Islamisten gekommen seien, so Beisicht. Es gehe also nicht um eine parteipolitische Auseinandersetzung, sondern um die Frage der Islamkritik überhaupt:

„Die WAZ weigert sich konstant, der Position einer freiheitlichen Islamkritik Raum zu geben und diffamiert diese als ,krude Ideologie‘. Die Redakteure der Mediengruppe wissen so wenig wie jeder andere im Land den genauen Anteil der gewaltbereiten Menschen islamischen Glaubens. Darum geht es aber auch nicht: Es geht darum, wie man mit einer Religion umgeht, die im Kern Intoleranz und damit Gewalt gegen Andersdenkende verbreitet.

Wir haben das schon im Wahlkampf thematisiert: Die deutsche Bundesregierung entsendet seit Jahren gegen den Willen des Volkes deutsche Soldaten, um am Hindukusch die deutsche Freiheit gegen die Islamisten zu verteidigen. Wenn PRO NRW aber auf das Problem des Islamismus im eigenen Land hinweist, dann gehen Zeitungen wie die aus der WAZ-Gruppe so weit und erwecken den Anschein, als sei die pointierte Kritik an dieser Religion ein Mittel, um bewusst Gewalt zu erzeugen. Das ist perfide und hat mit einer freien Gesellschaft nichts mehr zu tun.“