Rechte Kleinstparteien wollen unverdrossen zur NRW-Landtagswahl im Mai 2017 antreten
Aktuelles, Top-Themen / Mittwoch, 30.März.2016

Rechte Kleinstparteien wollen unverdrossen zur NRW-Landtagswahl im Mai 2017 antreten

newsNPD, Republikaner und andere rechte Kleinstparteien haben erklären lassen, dass sie sich selbstverständlich mit eigenen Listen an der anstehenden NRW-Landtagswahl im Jahr 2017 beteiligen wollen. NPD und Republikaner wurden bei den letzten Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz vernichtend geschlagen. So erhielten die Republikaner in ihrem einstigen Stammland Baden-Württemberg landesweit knapp 0,3 % und in Rheinland-Pfalz lediglich 0,2 %. Zu Glanzzeiten unter Franz Schönhuber hatten die Republikaner in Baden-Württemberg 11 % der Stimmen geholt. Die vom Verbotsverfahren bedrohte rechtsextreme NPD schnitt bei den Landtagswahlen ähnlich desaströs ab. Nun rufen diese Formationen aus den jüngsten Landtagswahlen sprichwörtlich zum letzten Gefecht auf. Ob die angekündigten Kandidaturen sinnvoll sind, wird letztendlich der Wähler zu entscheiden haben. Die nordrhein-westfälische Regionalpartei PRO NRW hat bekanntlich bei den letzten NRW-Landtagswahlen im Jahre 2012 unter widrigen Verhältnissen mit landesweit 1,5 % einen vielbeachteten Achtungserfolg erzielt. Mit einem minimalen Etat und einer öffentlichkeitswirksamen Wahlkampfführung war es der Partei gelungen, damals die mediale Schweigespirale zu durchbrechen und ein achtbares Wahlergebnis zu erzielen. In den letzten Wochen bemühte sich PRO NRW politikfähige Gruppen in Nordrhein-Westfalen jenseits des politischen Narrensaums zu bündeln. Auch diskutierte die Partei eine eventuelle politische Kooperation mit der AfD. Während einige örtliche Funktionäre der AfD zu der angedachten Zusammenarbeit ihre Zustimmung bekundeten, blockt die derzeitige AfD-Landesführung um den Europaabgeordneten Pretzell jedwede Zusammenarbeit mit PRO NRW noch ab. PRO NRW sucht nach wie vor den politischen Schulterschluss mit allen freiheitlichen und rechtsdemokratischen Kräften in ganz NRW. Hierbei haben persönliche Eitelkeiten und Verbandsegoismen zurückzustehen. Sollte eine Bündelung der Kräfte wider Erwarten scheitern, so wird es selbstverständlich eine eigenständige PRO NRW-Kandidatur zur Landtagswahl 2017 geben. Die Vorbereitungen hierfür laufen bereits auf Hochtouren.

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