Aktuelles / Sonntag, 29.April.2012

PRO NRW wird gerichtlich gegen das Verbot von Mohammed-Karikaturen vorgehen

PRO NRW wird gegen das Verbot von Mohammed-Karikaturen durch das NRW-Innenministerium gerichtlich vorgehen. Dies teilte die islamkritische Bürgerbewegung am Sonntag nach anwaltlicher Prüfung der entsprechenden Auflagenbescheide diverser Polizeipräsidien mit. Spätestens ab dem 1. Mai sollen dann auf der „Freiheit statt Islam-Tour“ vor 25 Moscheen in Nordrhein-Westfalen neben den Siegerentwürfen des PRO-NRW-Karikaturenwettbewerbes auch bekannte Mohammed-Karikaturen gezeigt werden.

„Wir werden diesen eklatanten Verstoß gegen die Meinungs- und Kunstfreiheit auf keinen Fall akzeptieren“, begründete der stv. PRO-NRW-Vorsitzende und frühere CDU-Politiker Jörg Uckermann die Entscheidung. „Schließlich wurde der berühmteste Mohammed-Karikaturist, der Däne Kurt Westergaard, im Jahr 2010 noch von Bundeskanzlerin Merkel persönlich für seine mutige Kritik ausgezeichnet. Und heute meint ein SPD-Innenminister Jäger, solche Karikaturen in einem Akt von krasser Zensur einfach verbieten zu dürfen, nur weil er die mächtige Islamlobby fürchtet und unsere nonkonforme Bürgerbewegung im Landtagswahlkampf behindern möchte? Wir werden Herrn Jäger das Gegenteil beweisen und die demokratischen Grundrechte auch für Islamkritiker gerichtlich erkämpfen.“