Landesweit / Donnerstag, 2.September.2010

Pro NRW wird auch weiterhin politischen Kontrapunkt setzen

Das viel diskutierte Buch Thilo Sarrazins heißt „Deutschland schafft sich ab“. Die „Rheinische Post“ fragte sich nun heute, wie es in NRW aussehe. Die Zahlen stimmen nachdenklich. Wir scheinen zwar inzwischen Sachverhalte ansprechen zu dürfen, so pro-NRW-Generalsekretär Markus Wiener, aber noch keine Schlussfolgerungen daraus ziehen.

Die blanken Zahlen zeigen bereits, wie richtig Thilo Sarrazin mit seinen Aussagen liegt. Die Politik hat in den letzten Jahrzehnten eine Massenzuwanderung zu verantworten, die für ein Gemeinwesen kaum verkraftbar ist. „Integration ist nur möglich, wenn sich eine Minderheit in eine Mehrheitsgesellschaft einfügt“, erinnert pro-NRW-Generalsekretär Markus Wiener. Das sei aber in einigen Bereichen Nordrhein-Westfalens nicht mehr gegeben, so der Politologe. Die Zahlen unterstützen seine These. 

Pro-NRW-Generalsekretär Markus Wiener

Von den 18 Millionen Menschen in NRW haben bereits 4,2 Millionen einen so genannten Migrationshintergrund. In Städten wie Köln, Bielefeld, Düsseldorf und Duisburg liegt die Migrantenquote bereits bei über 30 %. Diese Zahl erhöht sich bei 0 bis 18-Jährigen noch einmal dramatisch. Gleichzeitig zeigt die Statistik, dass auch die These Sarrazins zutrifft, dass uns die Einwanderung mehr kostet als nutzt. Die Arbeitslosenquote bei Einwanderern liegt zwischen 20 und 25 % – und das gilt nur für die gemeldeten, dauerhaft Ansässigen. Eine große Zahl von Asylsuchenden oder Illegalen, aber Geduldeten muss ebenfalls finanziert werden. 22 % der Tatverdächtigen – ohne Migranten –, so die „Rheinische Post“ seien Ausländer. 14 % der Ausländer haben keinen Schulabschluss.

Markus Wiener hat kein Verständnis dafür, dass man solche Fakten nennen kann, aber keine Schlussfolgerungen daraus zieht: „Das ist wie ein Kopfsprung in ein Wasserbecken ohne Wasser. Es ist doch ganz klar: Wenn wir feststellen, dass wir mehr Leute ins Land gelassen haben, als wir verkraften, dann müssen wir die Quote umgehend senken. Wenn wir feststellen, dass sich Einwanderer nach auch nach dreißig beharrlich weigern die deutsche Sprache zu lernen und sich hiesigen Gebräuchen anzupassen, dann muss man solche Migranten wieder in ihre Heimat schicken. Wenn wir sehen, dass bereits die zugewanderten Migranten überproportional arbeitslos sind, dann brauchen wir nicht noch mehr unqualifizierte Kräfte. Da die Altparteien solche Schlussfolgerungen nicht ziehen können, wird pro NRW auch weiterhin einen politischen Kontrapunkt setzen.“