Landesweit / Freitag, 4.Juni.2010

Pro NRW stellt Plan für die Wiedereinführung der DM in der Bundesrepublik vor

Der Rückhalt in der Bevölkerung für den Euro schwindet tagtäglich mehr. Immer lauter wird, selbst von Wirtschaftsexperten, eine Forderung aufgestellt, die bisher als absolutes Tabu galt: Die Rückkehr zur Deutschen Mark.

Die EU hat bekanntlich einen milliardenschweren Rettungsfond aufgelegt, mit dem die Union Haushaltssündern wie Griechenland hilft. Aus der einstigen Stabilitätsgemeinschaft (EWG) ist eine reine Transferunion geworden, bei der insbesondere die Deutschen immer mehr zur Kasse gebeten werden.

Nachdem für die sogenannte Griechenlandhilfe die Bestimmungen des Maastricht-Vertrages de facto außer Kraft gesetzt wurden, erkennen immer mehr Menschen, dass die Eurozone keine Stabilitätsgemeinschaft mehr ist, stattdessen der Euro mittlerweile unsere Ersparnisse gefährdet.

Selbst die seriöse Börsenzeitung legt mittlerweile der Bundesbank nahe, wieder DM-Geldnoten zu drucken. Die Erwartungshaltung nach Einführung des Euros war groß: Die sogenannte europäische Gemeinschaftswährung sollte ein Bollwerk gegen Inflation, gegen ausufernde Staatsverschuldung und zu viele Markteingriffe des Staates sein. Mittlerweile ist dieses System in sich zusammengebrochen. Der Traum ist ausgeträumt. Spekulanten greifen derzeit ein europäisches Land nach dem anderen an, das entwertet den Euro mehr und mehr.

Aus diesem Grunde fordert pro NRW mittelfristig die Wiedereinführung der DM. Hierzu stellt pro NRW das folgende Konzept zur Diskussion:

Die DM wird in der Bundesrepublik zunächst als Buchgeld mit einer Übergangsfrist von einem Jahr eingeführt. Während dieser Zeit gilt der Euro noch als offizielles Zahlungsmittel. Überweisungen und sonstige Bankgeschäfte können jedoch bereits in DM durchgeführt werden.

DM-Scheine und Münzen werden wieder eingeführt. Während einer Übergangszeit von zwei oder drei Monaten gilt die doppelte Währungsführung.

Das Euro-Bargeld wird als offizielles Zahlungsmittel abgeschafft, zur Buchwährung zurückgestuft und dient nur noch als virtuelle Währung während die Bürgerinnen und Bürger in der Bundesrepublik wieder mit DM bezahlen können.

Der festgesetzte DM/Euro-Wechselkurs von 1,95583 DM je Euro wird aufgehoben, wodurch verhindert wird, dass ein schwacher Euro die DM automatisch abwertet. Dadurch ist die DM, wie vor 1998, wieder unabhängig.

Hierzu erklärt der pro-NRW-Vorsitzende Rechtsanwalt Markus Beisicht:

„Die Europapolitik der politischen Klasse ist selbstverständlich nicht alternativlos. Eine Wiedereinführung der DM in der Bundesrepublik wäre die vernünftigste Antwort auf die Eurokrise. Es ist doch jedem seriösen Ökonomen klar, dass nach Griechenland andere Staaten folgen werden. Die Politiker wissen bis heute noch nicht einmal, wie viel man letztlich für die – vorübergehende – Rettung Griechenland wird ausgeben müssen. Inzwischen ist klar, dass die Schulden Griechenlands sich auf mindestens 300 Milliarden Euro belaufen. In Portugal und Spanien sieht es nicht viel besser aus. Dann wird Italien folgen. Parallel dazu scheinen die Vereinigten Staaten eine mögliche Abwertung des Dollar vorzubereiten, um sich selbst zu entschuldigen. Es droht demzufolge der Untergang der Eurozone. Jeder in Griechenland investierte Euro ist verloren und der Euro wird wahrscheinlich schon in absehbarer Zeit Geschichte sein!“