Landesweit / Freitag, 3.September.2010

Pro NRW für Recht auf Leben

Man kann auf sehr bescheidenem Niveau Jubelmeldungen herausbringen. Darin ist die deutsche Politik bekanntlich sehr geübt. Bei der Veröffentlichung der aktuellen Abtreibungszahlen ist der Jubel nach Ansicht von Judith Wolter (pro NRW) aber besonders unangebracht.

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden gibt quartalsweise auch die Zahlen für die vorgenommenen Abtreibungen heraus. In NRW, so die Meldung, sei ein allgemein festgestellter Rückgang bei Schwangerschaftsabbrüchen besonders signifikant – nämlich ein Rückgang um 3,9 %.

Rechtsanwältin Judith Wolter, Pro-NRW-Politikerin und Fraktionsvorsitzende im Kölner Stadtrat

Judith Wolter erklärte, dass die absolute Zahl von 5.718 vorgenommenen Abtreibungen für ein reiches Land wie Deutschland immer noch immer viel zu hoch sei:

„Wir finanzieren mit deutschen Steuergeldern Migranten und desolate Staaten in aller Welt, aber können offenbar nicht dafür sorgen, dass allein in NRW in einem Quartal 5.718 kleine Menschen ihr Recht auf Leben verwirklichen können. Wir sorgen lieber für Einwanderung als uns endlich darum zu kümmern, dass die Abtreibungszahlen drastisch sinken – obwohl das Bundesverfassungsgericht bei der Bestätigung der gelockerten Regelungen eine solche Senkung dieser Kindstötungen längst angemahnt hatte.

Pro NRW ist klar, dass die Abtreibung nicht allein mit Verboten zu stoppen ist. Es ist nötig, dieses Thema erst einmal wieder ins Gespräch zu bringen und für ein Klima zu sorgen, in dem die Beseitigung von Kindern nicht normal ist. Das ist die Aufgabe, die die Politik längst gehabt hätte. Wenn man die Reduzierung der Abtreibungszahlen durch gemeinsame gesellschaftliche Anstrengungen auf freiwilligem Weg nicht erreichen kann, dann muss jedoch auch über eine Verschärfung der gesetzlichen Grundlagen gesprochen werden. Für pro NRW gilt das Recht auf Leben – das gilt auch für das ungeborene Leben, das in dieser auf Gewinn fixierten Gesellschaft leider keine Lobby hat.“