Aktuelles / Mittwoch, 28.Oktober.2015

PRO NRW fordert religiöses Schlachten zu verbieten

Aus religiösen Gründen ist es unter anderem Muslimen bekanntlich nicht erlaubt, Blut zu verzehren. Damit Lebensmittel für Muslime zum Verzehr geeignet sind, müssen Sie halal sein. Auch Tiere müssen dementsprechend halal geschlachtet werden. Dabei wird dem unbetäubten Tier mit einem speziellen Messer ohne Unterbrechung und mit überstrecktem Hals die Halsunterseite (Luftröhre, Speiseröhre, Halsschlagader) durchtrennt, um ein möglichst vollständiges Ausbluten zu erreichen.

Die Tiere werden zur Ruhigstellung in Rücken- bzw. Seitenlage oder brutale Fixierungseinrichtungen in Stehlage gebracht. Zum besseren Ausbluten werden die Tiere an den Beinen aufgehängt, in rotierenden Einrichtungen fixiert oder der Hals weiter überstreckt. Das betäubungslose Schlachten (Schächten) ist in der Bundesrepublik aus Tierschutzgründen verboten. Das Tierschutzgesetz sieht jedoch die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung insoweit vor, als es erforderlich ist, den Bedürfnissen von Angehörigen bestimmter Religionsgemeinschaften zu entsprechen.

So erhält ein muslimischer Metzger die Erlaubnis zum Schächten, wenn er seine streng religiösen Kunden in größerem Umfang mit rituell geschlachtetem Fleisch versorgen möchte. Darüber hinaus wird in der Bundesrepublik gerade von Muslimen oftmals illegal geschächtet, insbesondere zum sogenannten Opferfest. Der handelsübliche Verkauf von Halal-Fleisch in Lebensmittelläden und Lokalen in Deutschland hat enorm zugenommen.

Da der Import von Halal-Fleisch erlaubt ist, kommt zum Beispiel aus Frankreich, Belgien und Spanien auch undeklariertes Fleisch aus betäubungsloser Schlachtung nach Deutschland und damit in unsere Supermärkte. PRO NRW fordert hingegen schon lange ein striktes Verbot der rituellen Schlachtung. Jährlich werden in der Bundesrepublik 500.000 Tiere grauenvoll geschächtet, indem ihnen mit anschließendem Todeskampf, bei vollem Bewusstsein die Kehle durchgeschnitten wird.

Von einer Ausnahmeregelung kann bei der beständig steigenden Anzahl der geschächteten Tiere nicht mehr die Rede sein. In den Nachbarländern Niederlande, Schweiz, Lichtenstein und Polen ist das betäubungslose Schächten strikt verboten worden. Auch bei uns in Nordrhein-Westfalen kann die Politik vor dieser offensichtlichen Tierquälerei die Augen nicht verschließen und muss endlich regulierend eingreifen.

Insbesondere kann Tierquälerei keine Religionsausübung sein. Zudem sollten sich religiöse Vorschriften an die Ansprüche und Moralvorstellungen einer modernen und zivilisierten Bürgergesellschaft im 21. Jahrhundert anpassen.

PRO NRW wird in Kürze eine Kampagne gegen diese grausame Art der Tierquälerei starten. Schächten ist aus Gründen des Tierschutzes unverzüglich zu verbieten.

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