Aktuelles / Freitag, 22.Juni.2012

PRO NRW fordert die Separierung von Halal-Produkten im Lebensmittelhandel

Wer heute in NRW im Supermarkt, bei Lidl, Aldi oder Edeka in die Fleischtheke greift, kauft manchmal auch sogenannte Halal-Produkte, also Fleisch, das von geschächteten Tieren stammt. In der Vergangenheit haben Tierschutzverbände immer wieder versucht, den Verkauf von Halal-Produkten gesetzlich verbieten zu lassen. Diese Versuche sind aber allesamt gescheitert.

Mittlerweile füllen Firmen wie Wiesenhof, Stolle u.a. mit ihren Halal-Produkten die Fleischtheken die Supermärkte. Nicht immer sind diese Produkte gekennzeichnet. Wenn Sie überhaupt gekennzeichnet werden, dann gut versteckt auf der Rückseite oder gar in arabischer Schrift. Wenn Menschen aus religiösen Gründen nur Halal-Produkte verzehren dürfen, so mag das deren Sache sein. Skandalös ist es jedoch, dass mittlerweile aber auch diejenigen, die Halal-Produkte aus persönlichen Gründen ablehnen, trotzdem, ohne es zu wissen, Fleisch geschächteter Tiere essen.

PRO NRW fordert daher gerade auch aus Verbraucherschutzgründen in Deutschland eine eindeutige Kennzeichnung von Fleisch und Fleischprodukten bezüglich der „Produktionskette“ Zuchthaltung, Transport und Schlachtung. Verbraucher müssen die Möglichkeit haben, bewusst auf Fleisch verzichten zu können, das von unbetäubten Tieren stammt.