PRO NRW fordert den Stopp der Alimentierung der Bischöfe und ihres Hofstaates
Aktuelles, Landesweit, Top-Themen / Mittwoch, 3.Mai.2017

PRO NRW fordert den Stopp der Alimentierung der Bischöfe und ihres Hofstaates

Rund 12.000 Euro kassiert der stets politisch korrekte und umstrittene Kölner Kardinal Woelki. Hinzu kommen ein kostenloser Dienstwagen sowie eine kostenlose Mietwohnung auf dem palastartigen Anwesen am Kölner Börsenplatz. Für das üppige Gehalt des multikulturell bewegten Kardinals kommen nicht etwa die katholische Kirche und damit die Kirchensteuerzahler auf, sondern es wird aus allgemeinen Steuermitteln des Staates finanziert.

Gehälter von Bischöfen und Landesbischöfen bezahlt nicht etwa die Kirche sondern in fast allen Bundesländern der Staat. Bei ungefähr 8.000 Euro Grundgehalt beginnt das; Erzbischöfe und evangelische Landesbischöfe oder Kardinäle bekommen bis zu 12.000 Euro monatliches Grundgehalt, ab 2014 teilweise über 12.000. Und das, obwohl sie mietfrei wohnen und über eine Dienstkarosse samt Chauffeur verfügen und  noch weitere Zulagen erhalten. Dies ist aber noch längst nicht alles: Fast alle Bundesländer außer Hamburg und Bremen bezahlen auch noch die Weihbischöfe, Dignitäre, Canonica, Domkapitulare, Oberkirchenräte, die Leiter von bischöflichen Knabenseminaren….

Sogar das Brimborium wie den Weihrauch für die Dommessen bezahlt der bundesdeutsche Steuerzahler. Im Verhältnis zu den Gesamtsubventionen des Staates an die Kirchen sind solche Alimentierungen eher Kleinigkeiten. Aber sie zeigen das Prinzip: Hier werden, mitten im bundesdeutschen Rechtsstaat, in schamloser Weise längst überholte Relikte aus feudaler Zeit vergangener Jahrhunderte konserviert. Eine Minderheit ohnehin betuchter übermäßig alimentierter Kleriker lebt auf Kosten des Steuerzahlers wie die Made in Speck.

Als Kardinal oder Bischof ist man finanziell gleich mehrfach privilegiert, muss sich nicht um seinen Lebensunterhalt kümmern. Ja, man wird sogar für seine Gebete fürstlich vom Steuerzahler alimentiert. Das erklärt natürlich, warum ein Kardinal wie Wölki aber auch so viele andere Bischöfe in der Bundesrepublik so eng mit dem verbrauchten Altparteienkartell kooperieren. PRO NRW lehnt entschieden fürstliche Gehälter für Woelki & Co auf Kosten unserer Steuerzahler ab. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass der Steuerzahler für die üppigen Gehälter der katholischen Bischöfe und der evangelischen Landesbischöfe aufkommen soll.

Insgesamt erhalten die Kirchen staatliche Subventionen von jährlich 17 Milliarden Euro. Die Kirche zahlt keine Einkommenssteuer bzw. keine Körperschaftssteuer, keine Vermögenssteuer, keine Erbschaftssteuer, keine Schenkungssteuer, keine Gewerbesteuer, keine Grundsteuer, keine Grunderwerbssteuer, keine Umsatzsteuer, keine Zinsabschlagssteuer bzw. keine Kapitalertragssteuer, keinen Solidaritätszuschlag, keine Gebühren für Grundbucheinträge und ist von Justizkosten bzw. Gerichtsgebühren, sowie von Beurkundungs- und Beglaubigungsgebühren befreit. Zusätzlich zu den Subventionen von 17 Milliarden Euro im Jahr erhalten die Kirchen jedes Jahr noch über 10 Milliarden Euro an Kirchensteuer, welche die staatlichen Finanzämter in Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern für sie einziehen müssen. Und noch einmal zusätzlich erhalten die Kirchen über 50 Milliarden Euro jährlich für die kirchlichen Sozialeinrichtungen, überwiegend Diakonie und Caritas, die der Staat zu weit über 90 % finanziert, während die Kirchen in diesen Einrichtungen aber allein das Sagen haben.

Hierzu meint PRO NRW:

Es stellt einen wirklichen Skandal dar, dass sich unsere Politiker, die immer von „sparen“ und von der „dringend notwendigen Überprüfung von Subventionen“ sprechen, sich an die Milliardensubventionen für die Kirchen bisher nicht herangetraut haben – trotz chronisch leerer Kassen und trotz Abbau von Sozialleistungen. Der Staat könnte jedenfalls Milliardensummen jährlich einsparen und für sinnvolle Projekte zugunsten der Bürger verwenden. Jedenfalls muss zunächst die Finanzierung der Bischöfe und ihres Hofstaates durch den Steuerzahler gestoppt werden. Für uns sind auch die Milliarden Subventionszahlungen an die Kirchen nicht mehr akzeptabel.

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