PRO NRW fordert Abschaffung der Hundesteuer!
Aktuelles, Landesweit, Regional, Top-Themen / Freitag, 12.Januar.2018

PRO NRW fordert Abschaffung der Hundesteuer!

Für viele ist der Hund ein treuer Freund, und für sie ist die Hundesteuer ein Ärgernis
erster Güte. Andere regen sich über die Hinterlassenschaften der Hunde auf und
setzen sich für eine maximale Besteuerung ein.
In Dänemark gibt es seit 1972 keine Hundesteuer mehr. Frankreich hat die
Hundesteuer bereits im Jahre 1979 abgeschafft, England 1990, Schweden 1995.
Mittlerweile wurde die Hundesteuer auch in Belgien, Spanien, Italien, Griechenland,
Ungarn und Kroatien ersatzlos gestrichen.
PRO NRW hält Bagatellsteuern wie die Hundesteuer in einem zeitgemäßen
Steuersystem ebenfalls für überholt und fordert seit geraumer Zeit ihre Abschaffung.
Für die Abschaffung der Hundesteuer sprechen gewichtige Argumente. So nimmt
diese Abgabe auf die finanzielle Leistungsfähigkeit der Steuerzahler so gut wie keine
Rücksicht. Auch Empfänger von Leistungen zum Lebensunterhalt müssen diese
Steuer bezahlen.

Auch ist der Erhebungs- und Kontrollaufwand sehr hoch und das Aufkommen im
Vergleich zu den klassischen Kommunalsteuern (Grundsteuer, Gewerbesteuer) eher
unbedeutend.
Für uns ist die Hundesteuer ein Relikt aus dem Mittelalter. Damals galten Hunde
noch als zwingende Arbeitstiere, heute sind sie oft Schoßhündchen, Freunde und
Familienmitglieder und bieten keinen nennenswerten Vorteil gegenüber anderen
Haustieren – für die schließlich auch keine Steuer aufgewendet wird.
Hundehalter sind die einzigen tierischen Besitzer, die Steuern zahlen müssen.
Anders als häufig vermutet, ist die Hundesteuer auch nicht dazu gedacht den
Stadtbereich von Hinterlassenschaften der Vierbeiner zu reinigen. Hundesteuer ist
eine reine Einnahmequelle für die Kommune.

Zur PRO NRW-Forderung nach Abschaffung der Hundesteuer erklärt die PRO-
NRW Schatzmeisterin und Essener Ratsfrau Christine Öllig:

Christine Öllig

„Aus unserer Sicht gehört die Hundesteuer abgeschafft. Die Hundesteuer zählt zu
den sogenannten Bagatellsteuern, die unseren Kommunen viel Aufwand, aber nur
geringen Ertrag bringen. Man könnte die Hundesteuer zum Beispiel durch ein
konsequentes Ahnden von Verstößen mit Bußgeldern ersetzen. Es gehören die
Hundebesitzer bestraft, die die Haufen ihres Tieres einfach auf unseren Gehwegen
liegen lassen.
Die Hundesteuer wurde einst vor rund 200 Jahren als Luxussteuer in England
eingeführt und ist heute dort wieder abgeschafft, obwohl England zu einem der
hundereichsten Länder Europas zählt. Daneben ist diese Steuer unsozial, ungerecht,
tierschutzwidrig und auch verfassungsrechtlich bedenklich.
Wir fordern daher die NRW-Kommunen auf ihre Hundesteuersatzungen aufzuheben
um die Bürger zu entlasten!“

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