Aktuelles / Dienstag, 25.Oktober.2016

PRO NRW: Eine Politik, die das Schächten zulässt, verstößt gegen das Tierschutzgesetz!

schaechtenBeim betäubungslosen Schlachten nach islamischer Tradition, dem Schächten, werden einem Tier (Schaf, Ziege oder Rind) bei vollem Bewusstsein mit einem scharf geschliffenen Messer die Halsschlagadern, die Luft- und Speiseröhre sowie die daneben befindlichen Nervenstränge bis zur Wirbelsäule durchtrennt. Die betroffenen Tiere leiden insbesondere bei nicht fachgerechter Durchführung, unter extrem starken Schmerzen, Atemnot und Todesangst. Der Tod tritt dann grausam durch Verbluten ein. Bei der muslimischen „Halal“-Schlachtung müssen die Tiere nach Mekka ausgerichtet sein und dürfen nur von einem Muslim geschlachtet werden, der oftmals keine ausreichende Sachkunde aufweist.

Bei einer normalen Schlachtung, wie sie in zivilisierten Staaten vollzogen wird, sterben die Tiere zwar ebenfalls durch Verbluten. Hier werden jedoch durch eine zuvor ausgeführte Betäubung (Bolzenschuss ins Gehirn, Elektroschock oder mittels Gas) das Schmerzempfinden und die Wahrnehmung des Tieres ausgeschaltet. In der Bundesrepublik ist die Betäubung aus Tierschutzgründen nach § 4 a Tierschutzgesetz ausdrücklich vorgeschrieben. Von diesem Grundsatz gibt es jedoch Ausnahmen. Menschen, denen ihre Religion das Schächten von Tieren „zwingend vorschreibt“, können bei der zuständigen Behörde eine Ausnahmegenehmigung beantragen.

PRO NRW lehnt das betäubungslose brutale Schlachten strikt ab. Es ist eine grausame Tierquälerei und ein archaischer Ritus, der im 21. Jahrhundert nichts verloren hat. PRO NRW fordert ein generelles Schächtverbot – ohne Ausnahmen! Wir fordern zudem ein striktes Importverbot für Fleischprodukte von geschächteten Tieren. Wir stellen diese Forderung für die gequälten Tiere, die ihre Anklage gegen diese barbarische Tradition nicht selbst vertreten können. Für uns verstößt eine Politik, die das Schächten zulässt, elementar gegen unser Tierschutzgesetz!