PRO NRW Arbeitskreis Tierschutz stellt Grundsatzpapier vor
Aktuelles, Landesweit, Regional, Top-Themen / Dienstag, 29.August.2017

PRO NRW Arbeitskreis Tierschutz stellt Grundsatzpapier vor

Unter Leitung von PRO NRW Generalsekretär David Biell erarbeitete der PRO NRW-
Arbeitskreis Tierschutz nach teilweise intensiven Diskussionen ein Grundsatzpapier.
Als Grundsatzpapier wurde der nachfolgende Text einmütig beschlossen:
Hundertausende von Tieren sterben jeden Tag in NRW für die menschliche
Ernährung. Viele von ihnen verbringen ihr kurzes Leben qualvoll eingepfercht in den
düsteren Hallen der Agrarindustrie und sehen beim Transport zum Schlachthof zum
ersten Mal Tageslicht.
PRO NRW meint, dass Tiere vor unnötigem Leid geschützt werden müssen. Wir
haben alle Verantwortung für Lebewesen, die sich nicht wehren können. Auch Tiere
sollen würdig leben und auch sterben dürfen.
PRO NRW fordert daher:
-Verbot aller quälerischen und leidenden Experimente an und mit Tieren,
-Verbot von Akkordschlachtung, keine Ausnahmeregelung für das Schlachten
ohne Betäubung,
-Förderung von bäuerlichen und ökologisch wirtschaftenden Betrieben nach
ökologischen und sozialen Kriterien,
-die Sicherstellung von wesensgerechter Tierhaltung und –ernährung,
-Schlachtviehtransporte nur vom Erzeuger zu einem nahe gelegenen
Schlachthof.
Des Weiteren werden auch bei uns in Nordrhein-Westfalen Tiere zur Belustigung des
Publikums in Zoo und Zirkus vorgeführt oder ausgestellt, manchmal mit
schmerzhaften Methoden trainiert und teilweise unter inakzeptablen Bedingungen
gehalten. Dabei entwickeln Tiere schwere Verhaltensstörungen, erkranken, leiden
still und sterben oft viel jünger als ihre Artgenossen in Freiheit.
PRO NRW fordert daher:
-schärfere Kontrollen und konsequentes Eingreifen bei Verstößen gegen
geltendes Recht der Tierhaltung,
-ein Verbot von Exoten in Zirkus-Unternehmen,
-eine Verbesserung der Haltungsvorschriften für Zirkus- und Zootiere.
Bei uns in NRW sieht es derzeit durch die Zerstörung von naturnahen Lebensräumen
für wirtschaftliche Großprojekte und die Bejagung geschützter Arten ziemlich
schlecht um Artenvielfalt und Wildtierschutz aus. Die Jagd ersetzt die natürliche
Bestandspopulation unzureichend und kostet im Jahr nicht nur Millionen Wild-,
sondern auch hunderttausenden Haustieren das Leben.
PRO NRW fordert daher:
-wirksame Programme zum Artenschutz,
-Unterstützung von Wiederansiedlungsmaßnahmen ehemals heimischer
Tierarten,
-Verbot tierquälerischer Jagdmethoden und der Fallenjagd,
-Agrarsubventionen müssen strikt an Leistungen für den Tier- und
Umweltschutz gekoppelt werden,
-die Tierhaltungsformen müssen auf allen Lebensmitteln gut sichtbar
angegeben werden.
PRO NRW setzt sich aktiv für einen umfassenden Tierschutz in NRW ein, denn Tiere
sind unsere Mitgeschöpfe und keine seelenlose Waren.

Tags: , , , , , , , , , , ,