Aktuelles / Mittwoch, 12.Juni.2013

PRO-Bewegung unterstützt Proteste gegen Erdogan

Seit mehreren Tagen gibt es in der Türkei Proteste gegen die autoritär-islamische Regierung um Tayyip Recip Erdogan und seine AKP-Partei. Anlass war die Umgestaltung eines Stadtparkes im Innenstadtbereich. Die tiefere Ursache liegt aber in der offenen Re-Islamisierung des Landes. Seit einer Woche formieren sich auch in Deutschland die Proteste gegen Erdogan. Am Wochenende unterstütze die PRO-Bewegung die Proteste in Köln.

Von links nach rechts: Oliver Wesemann (Ausschußmitglied von PRO KÖLN), Tony-Xaver Fiedler (Schriftführer und Jugendbeauftragter PRO NRW), Dominik H. Roeseler (Stv. Vorsitzender PRO NRW), Alexander Kern (Jugendbeauftragter Mittelrhein), Christopher von Mengersen (Beisitzer im Vorstand von PRO NRW)

Seit gut einer Woche hat die alevitische Gemeinde eine Dauermahnwache auf dem Kölner Heumarkt. Dort informieren sie über die Proteste in der Türkei und wie hart dort das Erdogan-Regime gegen die Demonstranten vorgeht. Wer sich selbst mal ein Bild davon machen möchte, wie es wirklich auf dem Taksim-Platz in Istanbul und anderen Städten in der Türkei zugeht, kann auf dem Heumarkt vorbeischauen und sich selbst informieren. (Übrigens war die alevitische Gemeinde die einzige islamische Organisation in Deutschland, die klar und scharf den Anschlagsversuch auf den PRO-Vorsitzenden Markus Beisicht verurteilt hatte!)

Am Wochenende haben Vertreter der PRO-Bewegung an einer Demonstration gegen Erdogan teilgenommen und sich anschließend mit Vertretern der alevitischen Gemeinde auf dem Heumarkt über die Lage der Demonstranten vor Ort informiert. Dabei sind viele Gemeinsamkeiten entdeckt worden. Obwohl die Aleviten Moslems sind, lehnen sie selbst radikale Auslegungen des Islams und die zunehmende Islamisierung von Deutschland und Westeuropa ab und haben auch ähnliche Ansichten in Sachen Integration wie die PRO-Bewegung.

Die Aleviten wollen solange auf dem Heumarkt sein, wie die Proteste in der Türkei anhalten.