Landesweit / Freitag, 20.Februar.2015

Polizei warnt vor steigenden Zahl von Betrugsfällen in Zügen und Bahnhöfen

Die Bundespolizei ist außerordentlich alarmiert. Die Zahl der Betrugsfälle in Zügen und auf den Bahnsteigen in den großen NRW-Bahnhöfen sei in den vergangenen Wochen rasant angestiegen, berichtet ein Sprecher der Bundespolizei. Im vergangenen Monat wurden seitens der Polizei besonders häufig „Klemmbrett-Betrüger“ in den Zügen gemeldet. Diese bedrängen Fahrgäste in den S-Bahnen und Zügen, insbesondere im Ruhrgebiet immer häufiger solange, bis diese auf falschen Spendenlisten unterschreiben und ihnen Bargeld geben. Die Betrüger kommen zumeist vom Balkan oder aus Rumänien und gehören zu sogenannten Großfamilien.

Die Betrugsmasche läuft wie folgt: Clan-Mitglieder halten den Passagieren demnach Klemmbretter mit Spendenlisten vor, machen dann per Zeichensprache darauf aufmerksam und geben vor, Geld für einen Landesverband für behinderte und gehörlose Kinder zu sammeln. Doch diesen Verband gibt es unter dem Namen, der auf der Spendenliste steht, natürlich nicht. Die Betrüger aus dem Umfeld der Großfamilien haben es ganz einfach auf das Bargeld der Reisenden abgesehen. Wenn sie Münzen erhielten, steckten sie diese gar nicht erst in eine falsche Spendenbox, sondern direkt in die eigenen Taschen. Betroffen sind insbesondere S-Bahn und Regionalexpress-Verbindungen im gesamten Ruhrgebiet. Die Betrüger treten oft in Gruppen von vier bis sechs Personen auf. Alle bislang überführten Klemmbrett-Betrüger sind laut Angaben der Polizei rumänische Staatsangehörige. Die Clan-Mitglieder agieren aufdringlich, energisch, fordern und bedrängen insbesondere ältere Passagiere, um leichter an ihre Beute zu kommen.

Aber auch neben den Klemmbrett-Betrügern fallen den Bundespolizisten immer wieder Musikanten in den Zügen auf. Erlaubt sind musikalische Unterhaltung und Spendenaktionen in den Bahnen und auf den Bahnsteigen nur mit ausdrücklicher Erlaubnis der Deutschen Bahn, die dort das Hausrecht hat. Ohne Erlaubnis der Deutschen Bahn agieren vermehrt Clan-Mitglieder als Musikanten auf den Bahnsteigen und bedrängen dort die Kunden. Die Kunden werden bedrängt und teilweise regelrecht genötigt, einen Obolus leisten.

Beisicht_MTÜ_neuZu den kriminellen Aktivitäten krimineller Clans aus Rumänien in Zügen und an Bahnhöfen erklärt der PRO-NRW-Parteivorsitzende und Rechtsanwalt, Markus Beisicht:

„Es ist Aufgabe der Bundespolizei, die betrügerischen Clans an unseren nordrhein-westfälischen Bahnhöfen zu zerschlagen. Diese Kriminellen missbrauchen unser Gastrecht und gehören mit allen rechtsstaatlich zulässigen Mitteln aus dem Verkehr gezogen. Es muss Schluss sein mit einem Kuschelkurs gegenüber Kriminellen mit oder ohne Migrationshintergrund!“

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