Aktuelles / Montag, 9.Juli.2012

Polizei-Panne: Gesuchter Salafist kann außer Landes fliehen!

Denis Mamadou Cuspert, besser bekannt als Deso Dogg, ist aus Deutschland geflohen, obwohl er von der Polizei überwacht wurde. Er war einer der führenden Köpfe der mittlerweile verbotenen „Millatu Ibrahim“-Gemeinde in Solingen und ist mehrfach vorbestraft.

Seit 2010 nennt sich Cuspert nun „Abu Talha Al-Almani“ und verbreitet keine Rap-Musik mehr, sondern Lieder, die unter anderem die Al Kaida, den Dschihad – der  Heilige Krieg des Islams – oder  Gewalt an Ungläubigen glorifizieren.

Cuspert ist unter anderem vorbestraft wegen diverser Gewaltdelikte und illegalem Waffenbesitz. Er saß bisher mehrere Jahre im Gefängnis. Am 14. Juni ist im Zuge der bundesweiten Razzien des Innenministeriums auch die Privatwohnung von Cuspert durchsucht und es sind mehrere Sprengstoffgürtel entdeckt worden. Daraufhin wurde ein Haftbefehl gegen ihn erlassen. Zu diesem Zeitpunkt war Cuspert allerdings schon untergetaucht. Staatsanwaltschaft und LKA haben nach ihm gefahndet, aber keinerlei Erfolg gehabt.

Dazu erklärt der PRO-NRW-Vorsitzende Markus Beisicht:

Markus Beisicht

„Es ist unbegreiflich, wie einer der gefährlichsten Extremisten in diesem Land einfach untertauchen und sich durch eine Flucht ins Ausland der Strafverfolgung entziehen kann. Hier haben die Sicherheitsbehörden eklatante Fehler gemacht!

Nicht nur, dass die Gefahr der Salafisten jahrelang unterschätzt wurde. Der offenbar wenig vorbereitete Aktionismus von Innenminister Friedrich treibt die Salafisten jetzt in den Untergrund, ohne dass zuvor ausreichende Observationsmaßnahmen eingeleitet worden sind.

Das kommt davon, wenn man in den vielen Jahren des undifferenzierten Kampfes gegen Rechts auf dem islamistischen und linken Auge offenbar blind geworden ist!“