Aktuelles / Mittwoch, 20.April.2011

Politische Veränderung dank Sarrazin

In einem Interview hatte der ausgemusterte CDU-Integrationsminister und Kolumnist der türkischen Tageszeitung „Hürriyet“ Armin Laschet jetzt erklärt, die Sarrazin-Debatte habe dem Klima im Land und der Wirtschaft geschadet.

Laschet, der einer parteiübergreifenden Arbeitsgruppe zur Zuwanderung mit vorsteht, sei ein Lobbyist für türkische Interessen, kritisierte dagegen der Vorsitzende der BÜRGERBEWEGUNG PRO NRW, Rechtsanwalt Markus Beisicht. Die Antwort auf die demografische Katastrophe und den Fachkräftemangel dürfe nicht Zuwanderung sein, so Beisicht weiter. Die Sarrazin-Debatte habe dem Land nicht geschadet, sondern vielmehr den Bürgern die Augen geöffnet.

Markus Beisicht

„Der frühere Chef von Laschet, Jürgen Rüttgers, hatte einstmals im Rahmen der Zuwanderungsdebatte ‚Kinder statt Inder‘ gefordert. Der Türken-Lobbyist Laschet benimmt sich dagegen wie der Vertreter einer heruntergekommenen Bananenrepublik, der bei jedem Problem nach Hilfe von außen ruft. Wir brauchen in Deutschland eine vernünftige, kinderfreundliche Politik, eine gute Bildungspolitik, die wieder Elitenförderung betreibt und ein Klima, indem sich der Mittelstand ohne bürokratische und sozialistische Fußangeln entwicklen kann. Die Vorstellung, dass fremde Staaten unsere Probleme lösen sollten, ist für jeden Bürger dieses Landes ein Schlag ins Gesicht, eine Beleidigung. Bevor wir Fachkräfte anwerben, sollte zunächst einmal die Abwanderung der Akademiker aus unserem Land gestoppt werden“, so Beisicht.

Dieser Negativtrend könnte jedoch nur mit einer Politik erreicht werden, die für die Bürger wieder mehr Freiräume eröffnen würde: „Die Menschen im Land sind es leid, von der Politik ständig gegängelt und geschröpft zu werden. Was glaubt Herr Laschet denn: Wer soll denn in ein Land einwandern, dessen Leistungsträger wegen der unerträglichen Atmosphäre gerade massenhaft fliehen? Bereits die Vergangenheit und die peinlich anbiedernden Anwerbeversuche der letzten Bundesregierungen haben das gezeigt. Landespolitisch wurde Herr Laschet gerade abgewählt. Nun belästigt er mit seiner Katastrophenpolitik an führender Stelle erneut die Bürger. Die Resignation der Bürger ist deshalb gut zu verstehen: Man scheint einiges tun zu müssen, um die Politiker der Altparteien loswerden zu können.

Am wirksamsten wird das mit der Unterstützung der PRO-BEWEGUNG geschehen. Durch den dankenswerten Beitrag Thilo Sarrazins sind dafür die besten Voraussetzungen geschaffen worden.“