Aktuelles / Montag, 26.November.2012

Politisch gewollte Protestpartei „Piraten“ im Sinkflug

Wenige Wochen vor der Landtagswahl in Niedersachsen haben die medial immer wohlwollend begleiteten Piraten versucht, von ihren zermürbenden Personalquerelen abzulenken und ihr ramponiertes Image aufzupolieren. Aber auch auf ihrem Bundesparteitag in Bochum demonstrierten sie wieder mal ihre Inkompetenz sowie ihre Beliebigkeit.

Was soll man von einer Partei halten, die Vollbeschäftigung als „unzeitgemäß“ ablehnt? Bezeichnend für den Zustand der Piraten ist auch ein skurriler Streit über eine Parteiveranstaltung in Bielefeld. Im September veranstaltete die Partei in Bielefeld eine „Flauschcon“, um so für ein etwas zivilisiertes Miteinander zu werben. Ein Bällebad wurde aufgebaut, Ledersofas geordert und Essen bestellt. Knapp 200 Freibeuter beteiligten sich an dem Wohlfühlkongress. Die gute Laune hielt allerdings nur bis zum Eintreffen der ersten Rechnung. Statt der vorgesehenen 2.400,00 € sollten plötzlich 28.000,00 € gezahlt werden.

So stritt man sich nun auf dem Parteitag darüber, wer das Bällebad sowie einen falsch verklebten Teppich zu bezahlen habe. Die Piraten haben sich zwischenzeitlich völlig entzaubert und haben mit einer seriösen Politik nicht einmal mehr rudimentär etwas zu tun.

Es war schon ein genialer Schachzug der Altparteien, sich mit den Piraten eine harmlose eigene Protestpartei heranzuziehen, damit sich in der Bundesrepublik nichts wirklich ändert. Nun hat sich diese unseriöse Plattform selbst entlarvt und als politikunfähig erwiesen. Vor einigen Tagen warnte ausgerechnet der Kölner Stadtanzeiger vor dem sich abzeichnenden Scheitern der Piraten.

Bei einem Scheitern der Piraten hätten dem KSTA zufolge weit aus „unsympathischere“, d.h. für die Macht der Altparteien gefährlichere Protestparteien wieder alle Chancen. Für NRW kann das nur heißen: Die politisch korrekten Piraten verschwinden und werden durch eine wirkliche Protestplattform in Gestalt von PRO NRW ersetzt!