Aktuelles, Landesweit / Sonntag, 17.August.2014

Peter Scholl Latour ist tot!

Am 16. August verstarb mit Peter Scholl-Latour einer der bekanntesten und renommiertesten Nahostexperten unserer Zeit. Eine Persönlichkeit, die sich niemals den Dogmen des Zeitgeistes oder der politischen Korrektheit unterwarf.

Der Bestsellerautor kannte sich wie kein Anderer mit den Befindlichkeiten des Orients aus. Scholl-Latour arbeitete, nach seinem Studium der Politologie in Mainz und Paris, seit 1950 als Journalist und berichtete in den folgenden Jahren von zahlreichen Konfliktherden in der ganzen Welt. Seit den 90er Jahren widmete sich der streitbare Geist mehr und mehr dem Islam, und kritisierte vor Allem die westliche Interventionspolitik in den Staaten des Nahen Ostens. In seiner Problemanalyse nahm er nie ein Blatt vor den Mund, was ihm viele Bewunderer aber auch Gegner einbrachte.

„Ich bedauere den Tod von PeteBeisicht_MTÜ_polaroidr Scholl-Latour nach langjähriger Krankheit zutiefst“,

kommentiert der Vorsitzende der Bürgerbewegung PRO NRW, Rechtsanwalt Markus Beisicht, das traurige Ereignis.

„Im Gegensatz zu vielen heutigen Journalisten und Pressevertretern handelte es sich bei Herrn Scholl-Latour um eine honorige Persönlichkeit mit Prinzipien, der sich keiner Ideologie, sondern nur dem eigenen Gewissen verpflichtet fühlte. Seine geopolitischen Konfliktanalysen waren stets messerscharf und zutreffend. Heutzutage gibt es nur noch wenige Menschen, die es wagen, sich den herrschenden Denk- und Sprachverboten zu verweigern und Klartext zu sprechen. Wieder verstummt eine Stimme der Vernunft“,

so der Leverkusener Ratsherr abschließend.

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