Regional / Freitag, 4.Juni.2010

OWL: „Nach der Wahl ist vor der Wahl“

Der pro NRW Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe führte am gestrigen Abend eine Veranstaltung mit dem Kölner Ratsmitglied Jörg Uckermann durch. Nach der Landtagswahl wolle der Verband damit ein Zeichen setzen. „Die Arbeit geht jetzt erst richtig los“, betonte Ulrich Manes, Kreistagsabgeordneter für seine Partei in Minden.

Die Stimmung ist gut bei dem ersten Treffen des pro NRW Bezirksverbands OWL nach der Wahl. „Junge Gesichter, die werden Sie bei den Altparteien nicht finden“, eröffnet Jörg Uckermann sein Referat an diesem Abend. Interessenten sind teilweise mit der Bahn angereist. Sie haben große Erwartungen. Enttäuscht ist niemand vom Wahlergebnis. Das wird rasch deutlich. Im Gegenteil. Frank Thies, pro-NRW-Stadtratsabgeordneter in Lemgo, macht in der Diskussion klar, dass man für die Zeit, die man vor Ort hatte, einiges auf die Beine gestellt habe. Außerdem mache es die Medienblockade nicht einfach, den Bürger wirksam zu erreichen: „Wenn wir auch nur halb so viel Berichterstattung wie die Piratenpartei gehabt hätten, dann wäre ein ganz anderes Ergebnis drin gewesen.“

Jörg Uckermann führte in seiner Rede in ganz konkreten Beispielen aus der Kölner Ratsarbeit auf, wie eine aktive Bürgerpolitik aussehen kann. Man verfüge, so Uckermann, zwar nicht über die Geldmittel der Altparteien, mache dafür aber eine Politik mit Herz: „Das unterscheidet uns von den Altparteien, die nicht mehr für ihr Land Politik machen, sondern vor allem für die eigene Tasche.“

Die aktiven Mitglieder des Bezirkes waren sich einig, dass die politische Arbeit jetzt erst richtig losgehen werde. Die klassische Flugblattverteilung sei wie die Arbeit im Internet notwendig, um die Schweigespirale zu durchbrechen. Themen gebe es genug. Die Verschuldung der Kommunen, die aus einer unverantwortlichen Politik der Altparteien in den letzten Jahrzehnten herrühre, müsse immer wieder thematisiert werden.

„Vor der Wahl ist nach der Wahl“, resümierte Jörg Uckermann und versprach, dass man mit vereinten Kräften bei der nächsten Kommunalwahl mehrere pro-NRW-Fraktionen im Bezirk in die Räte bringen werde.