Aktuelles / Freitag, 5.April.2013

Oliver Wesemann: Piratenpartei weiter auf Abwegen

Der Piratenpartei bei der „Arbeit“ zuzuschauen, ist derzeit spannender als Champions-League zu gucken und kurioser als jeder Loriot Film:

Da wurde eine Aufstellungsversammlung zur Wahl der Landeslistenkandidaten für die Bundestagswahl durchgeführt, bei der von Vornherein klar war, dass deren Legitimität zumindest anzweifelbar ist. Aber man steigert das Ganze noch dadurch, dass man vorab ein Rechtsgutachten einholte, das eben dies auch besagt und weil der Inhalt für einigen Wirbel sorgen würde und dem beauftragenden Landesvorstand der NRW Piraten nicht gefiel, ließ es Vorstandsmitglied Alexander Reintsch mal eben mit Billigung des Landesvorstandes in der Schublade verschwinden.

So stellt man sich als mündiger Bürger die Transparenz der „Transparenzpartei“ Piraten sicherlich nicht vor!

Als Krönung kandidieren dann noch diverse Mitglieder des Landesvorstandes wie Reintsch selbst, Sven Sladek (Landesvorsitzender NRW) oder Stephanie Nöther (Schatzmeisterin NRW) für eben diese Landesliste.

Oliver Wesemann – hier am Rednerpult – will eine Brücke für weitere Piraten zur PRO-Bewegung bauen.

Oliver Wesemann, Mitglied der kommunalen Wählervereinigung PRO KÖLN und nach wie vor auch Mitglied der Piratenpartei Deutschlands, sieht dies als typisches Beispiel für die mittlerweile verlogene Doppelmoral der Piratenpartei an:

„Bereits nach Verpassen der Einladungsfrist zur Aufstellungsversammlung im Dezember/Januar war das Problem bekannt, aber man hat sich in üblicher Weise mal wieder für Flickschusterei, Halbwahrheiten und letztendlich Betrug an den eigenen Mitgliedern entschieden, was mit den eigentlichen Idealen der Piraten wohl nichts mehr gemeinsam hat.
Jedem Menschen, der 2 und 2 zusammenzählen kann, musste klar sein, dass genau die Diskussion, die die Piraten jetzt am Bein haben, kommen musste. Dass dabei noch ein Gutachten unterschlagen wird, ist natürlich eine neue, unfassbare Dimension des Sumpfes der NRW Freibeuter. Genau solche Mauscheleien sind die Gründe, warum ich mir für mein kommunalpolitisches Engagement eine wirklich transparente und ehrliche Bügerbewegung gesucht habe, in der ich mich für die Menschen und ihre Belange einsetzen kann“, so der frühere Kölner Sprecher der Piratenpartei abschließend.