Aktuelles / Donnerstag, 10.Februar.2011

Öko-Wahn in NRW

In Nordrhein-Westfalen bestimmt ein grüner Umweltminister die Richtlinien der Politik. Und dieser Umweltminister, Johannes Remmel, hat nun angekündigt, den Anteil der Windenergie von drei auf 15 % steigern zu wollen. Zurzeit arbeitet sein Ministerium an einem Erlass, eine von der letzten Regierung beschlossene Beschränkung für Windkraftanlagen aufzuheben. Das sei, so der umweltpolitische Sprecher der Pro-Bewegung, Alexander von Daake, weder ökologisch noch demokratisch: „Mit einem Erlass erspart sich diese Landesregierung unerwünschte politische Diskussionen über ein Thema, das bisher von Glaubenssätzen geprägt wird, aber nicht von rationalen Argumenten.“

Von Daake machte darauf aufmerksam, dass der ökologische Nutzen von Windkraft seit Langem umstritten sei. Mit den Subventionen sei bisher vor allem ein neuer Industriezweig künstlich aufgewertet worden. Neben diesem bereits bekannten Argument, machte von Daake noch auf ein anderes Problem aufmerksam. Man müsse auch an den Rückbau der Anlagen denken: „Es ist schon kurios. In der politischen Diskussion wird kaum ein Begriff so häufig benutzt, wie der der Nachhaltigkeit. Aber, was mit diesen Technikriesen nach der Nutzung wird, ist offensichtlich kein Thema.“

Alexander von Daake, pro-NRW-Stadtrat in Meschede und umweltpolitischer Sprecher der Pro-Bewegung

Von Daake bezog sich mit seiner Kritik auf einen jüngst gefassten Gerichtsbeschluss, nachdem ein Windrad zwischen Bochum und Castrop-Rauxel wieder abgebaut werden muss. Nun stellt sich die Frage, wer die Kosten von ca. 150.000 Euro für den Rückbau übernehmen werde: „Mit der Sprengung des Spargels ist die Sache längst noch nicht gelöst. Die Fundamente reichen bis zu 30 Meter tief in den Boden und versiegeln fruchtbaren Mutterboden für einen höchst zweifelhaften ökologischen Nutzen. Der aktuelle Fall zeigt: Irgendwann ist Zahltag. Und dann werden die Bürger zum zweiten Mal zur Kasse gebeten – erst für die Subventionierung des Modestroms und dann für die Folgekosten.“

Pro NRW lehne deshalb die Forcierung der Windkraft ab: „Wir haben bereits deutlich auf alternative Energiegewinnungsmethoden wie die Holzvergasung aufmerksam gemacht. Windkraft verschandelt die Landschaft, hat ökologisch keinen Wert und ist teuer. Statt eines Erlasses fordert unsere Bürgerbewegung deshalb eine breite Diskussion über dieses Thema und eine Volksabstimmung über diese Frage.“