Aktuelles / Mittwoch, 22.Februar.2012

Occupy WDR!

Der WDR, so der Generalsekretär der BÜRGERBEWEGUNG PRO NRW, Markus Wiener, müsse sich endlich wieder zu einem Bürgerfunk entwickeln. Es gehe nicht an, so der Politologe, dass der Öffentlich-Rechtliche-Rundfunk im Zangengriff von Partei- und Wirtschaftsinteresse erdrosselt werde: „Freier Journalismus ist unersetzlich für eine Demokratie. Er trägt zur Meinungsbildung bei. Die Bürger wollen nicht mehr mit Polit-Soaps manipuliert werden. Wähler benötigen objektive Informationen über politische Entscheidungen und Angebote. Und was das legitime Unterhaltungsbedürfnis angeht, so hat man den Eindruck, die Intendantin Monika Piel hält uns für etwas debil. Etwas mehr Anspruch überfordert die Fernsehzuschauer durchaus nicht.“ Wiener kündigte deshalb die breite Unterstützung einer Facebook-Initiative unter dem Moto „Occupy WDR“ durch die PRO-BEWEGUNG an.

Markus Wiener

Das Ziel sei ganz klar, so Wiener, der WDR müsse endlich ein Bürger-Rundfunk werden:

„Es ist erschreckend, dass nicht mehr Bildung, Information und Unterhaltung die zentralen Anliegen des WDR sind, sondern Quote und Sensationsberichterstattung. Bürger werden nur noch marketingtechnisch als Zielgruppen definiert. Das Motto: Nur nicht zu anspruchsvoll, sonst könnte die Werbung darunter leiden. Wir sollten uns einmal erinnern:  Der WDR ist – völlig überteuert – durch unsere GEZ-Gebühren beitragsfinanziert und sollte weder durch den Parteienproporz bestimmt werden, was leider der Fall ist, noch durch wirtschaftliche Erwägungen, was ebenfalls der Fall ist.

Es gibt private Medienanbieter, die können operieren, wie sie wollen. Der WDR aber sollte den Bürgern verpflichtet sein. Wir fordern deshalb: Der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk muss allen drei Forderungen – Bildung, Information, Unterhaltung – genügen. Der WDR hat objektiv und ohne Vorgaben aus Wirtschaft oder Parteizentralen über die politischen Verhältnisse zu berichten. Er hat die Entscheidungsträger kritisch unter die Sonde zu nehmen, und er hat auch umfassend über das politische Angebot zu berichten. Wir fordern ein Ende des Gefälligkeitsjournalismus und keinen Skandaljournalismus, der Probleme auf das Niveau der Tages-Seifenoper bringt.

Der WDR hat unabhängig seine journalistischen Aufgaben wahrzunehmen – für eine umfassende Information der Bürger. Deshalb, sollten wir uns unseren Bürgerfunk, der von unseren Beiträgen lebt, zurückholen: Occupy WDR!“