Aktuelles / Mittwoch, 27.November.2013

NRW-Verfassungsschutz-Chef gibt zu: "Wir stehen im Fadenkreuz von Islamisten"

Wenn zwei das gleiche sagen, heißt das nicht, daß man beiden recht gibt. Wenn PRO NRW vor gewalttätigen Salafisten und sonstigen Islamisten warnt, die nicht auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, wirft man der einzigen echten islamkritischen Bürgerbewegung Nordrhein-Westfalens regelmäßig Ausländerfeindlichkeit vor. Interessant ist allerdings, was der Verfassungsschutzchef des größten Bundeslandes am Dienstag, 26. November, vor 120 Zuhörern im Bonner Universitäts-Club zum besten gab. Auf Einladung des Bonner Juristischen Forums warnte VS-Chef Burkhard Freier einmal ungewohnt offen und ehrlich vor der Bedrohung durch Salafisten.

„NRW stehe besonders im Fadenkreuz von Islamisten, Deutschland sei nicht mehr Rückzugs-, sondern inzwischen auch potentieller Anschlagsraum, und die Gefahrenlage sei hoch“, berichtet der Bonner General-Anzeiger und zitiert Freier mit den Worten: „So ein Anschlag kann jederzeit passieren“. Und konkrete Zahlen nannte Freier auch: „So stuft seine Behörde von den insgesamt rund 10.000 Islamisten in NRW rund ein Viertel als grundsätzlich gewaltbereit ein. Unter ihnen befänden sich wiederum 1500 Salafisten. Einem harten Kern, 100 bis 150, werde ein besonders hohes Gefahrenpotential zugeschrieben. Aus NRW sind 2012/13 inzwischen 100 mutmaßliche Islamisten nach Syrien ausgereist, deren mögliche Rückkehr mit Blick auf Intention und Auftrag Anlaß zur Sorge gibt“, zitiert die Bonner Tageszeitung den VS-Chef weiter. Sorge bereite zudem der geplante Auftritt des Haß-Predigers Pierre Vogel am Samstag, 7. Dezember, in Bonn-Tannenbusch, einem Stadtviertel mit sehr hohem Ausländeranteil.

Detlev Schwarz

Detlev Schwarz

 

„Man darf dem Verfassungsschutz-Chef zu den Erkenntnissen gratulieren. Schön, daß er endlich einmal Klartext redet“, kommentiert Detlev Schwarz die ungewohnten Aussagen Burkhard Freiers augenzwinkernd. „Der Geheimdienstchef bestätigt klipp und klar unsere Befürchtungen, nun wäre es auch an ihm und seinen Parteikollegen für Abhilfe zu schaffen, immerhin sitzen die in der Regierung“, fordert der PRO NRW-Kreisvorsitzende, befürchtet aber daß daraus nichts wird.

„Anstatt nun unseren Forderungen nachzukommen, fährt die nordrhein-westfälische Regierung nach wie vor einen Kuschelkurs. Diesen werden wir auch in Zukunft energisch kritisieren“, verspricht Detlev Schwarz einen entsprechenden Kommunalwahlkampf auch in Bonn. „So werden wir am Freitag, 6. Dezember, vor der Al-Muhajirin-Moschee an der Brühler Straße auch gegen den Auftritt Vogels demonstrieren und Gesicht zeigen. Im Gegensatz zur CDU und SPD warnen wir nicht erst in Hinterzimmern vor der islamistischen Gefahr, sondern gehen für unsere Ziele auch auf die Straße!“

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